Junge Amerikaner zu Besuch am Niederrhein
Zehn US-amerikanische Schüler haben in der Gesamtschule am Forstgarten neue Freundschaften geschlossen
KLEVE. Zehn Jugendliche aus dem Osten der USA waren zu Gast an der Gesamtschule am Forstgarten und erlebten im Juni „das volle Programm“ Niederrhein. Familienleben, Schulalltag, Public Viewing bei der Fußball-EM, die spektakuläre Ausstellung im Oberhausener Gasometer, den faszinierenden Landschaftspark Duisburg, APX, Xantener Dom, Schloss Moyland, per Paddelboot über die Niers und mit dem Ausflugsdampfer über den Rhein.
Sie probierten Spaghetti-Eis und Fassbrause, machten ungewollte Rundreisen mit Bus und Bahn, sie lernten das Kartenspiel Uno und spielten Volleyball in der Xantener Südsee – und das war nur ein Teil des Programms unter der Leitung von Lehrerin Claudia Kurfürst. All diese Erfahrungen machten die 15- bis 17-Jährigen mit einer Gruppe von Mitschülern aus den Jahrgängen 9 bis 11 der Gesamtschule am Forstgarten. Nicht nur die Gastgeber“geschwister“ waren Teil der Ausflüge und Aktivitäten, denn durch die neuen Kontakte kamen immer mehr Menschen der Schulgemeinde hinzu und machten den Aufenthalt für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis. Langeweile gab es nicht, dafür kurze Nächte, viel Gelächter und nach Dauerregen in der ersten Woche Sonnenschein in der zweiten Woche. Natasha Bedingfields „Unwritten“ wurde zum Soundtrack der Reise und war mehrstimmig a capella von den deutschen und amerikanischen Kids bei vielen Gelegenheiten zu hören, so auch am letzten Abend beim großen Abschiedsgrillen im Schulgarten: „...Live your life with arms wide open, today is where your book begins, the rest is still unwritten...“ Nach einem fröhlichen Fest ging es morgens unter bitteren Tränen des Abschieds für die zehn Amerikaner mit dem Zug nach Nürnberg, von wo aus sich die Gruppe wieder auf den Weg zurück in ihre Heimatstaaten machen wird. Bleibt die Hoffnung, dass dieser Besuch der erste von vielen sein wird. Gemeinsam mit den traditionellen Kontaken in die Niederlande und nach Spanien der Gesamtschule am Forstgarten kann so das Verständnis füreinander und das Miteinander der jungen Generation gestärkt werden. In Zeiten von erstarkenden nationalistischen Tendenzen ein starkes Zeichen.