Jugendfeuerwehr und Kommunalpolitiker zu Gast in Berlin
Themen: Parlamentarische Arbeit, Bevölkerungsschutz und SED-Diktatur
GOCH. Mitglieder der Jugendfeuerwehr und Kommunalpolitiker aus Goch haben auf Einladung des Kreis Klever Bundestagsabgeordneten Stefan Rouenhoff (CDU) an einer politischen Informationsfahrt nach Berlin teilgenommen. Das mehrtägige Programm wurde vom Besucherdienst des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung (BPA) organisiert. Eine zentrale Station der Reise war der Deutsche Bundestag. Im Reichstagsgebäude besichtigte die Gruppe den Plenarsaal und erhielt einen Einblick in die Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments. Dabei erfuhren die Teilnehmer aus erster Hand, wie politische Entscheidungen auf Bundesebene vorbereitet, beraten und getroffen werden. Einen besonderen Bezug zur ehrenamtlichen Arbeit der mitgereisten Mitglieder der Jugendfeuerwehr bot der Besuch bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Dort informierte sich die Gruppe über die Aufgaben, Strukturen und Ausstattung der für Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt zuständigen Regionalstelle. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Fragen des Bevölkerungsschutzes und der Zusammenarbeit verschiedener Hilfsorganisationen. Zu den eindrücklichsten Programmpunkten zählte für viele Teilnehmer der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR vermittelt heute einen unmittelbaren Eindruck von politischer Verfolgung in der SED-Diktatur. Bei einer Führung durch die ehemaligen Zellentrakte wurde deutlich, welchen Repressionen politische Gefangene ausgesetzt waren. Eine Stadtrundfahrt entlang wichtiger politischer und historischer Orte Berlins sowie ein Besuch im Futurium rundeten die Informationsfahrt ab. „Wer einmal im Plenarsaal des Deutschen Bundestages gestanden hat und anschließend durch die Zellen von Hohenschönhausen geht, erlebt einen Kontrast, den keine Broschüre vermitteln kann: den Unterschied zwischen Freiheit und Repression, zwischen demokratischer Teilhabe und staatlichem Unrecht. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, diesen Unterschied nicht nur aus dem Schulbuch zu kennen, sondern ihn an solchen Orten unmittelbar zu erfahren. Sie erleben, dass Demokratie, Freiheit und Mitbestimmung keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern Werte, die von jeder Generation aufs Neue mit Leben gefüllt und verteidigt werden müssen. Deshalb freue ich mich besonders, wenn junge Menschen an diesen Fahrten teilnehmen, die sich schon heute ehrenamtlich für unsere Gesellschaft engagieren“, so Stefan Rouenhoff. Rouenhoff selbst konnte die Gruppe in Berlin nicht persönlich begleiten. In seiner Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vertrat er Bundesministerin Katherina Reiche bei der zeitgleich stattfindenden Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg.