Jugend forscht 2026: Erfolge für den Niederrhein beim NRW Landeswettbewerb
Robin Föhles und Leo Petrak aus Alpen sind erfolgreich
ALPEN. Nach der erfolgreichen Ausrichtung des Regionalwettbewerbs Niederrhein von Jugend forscht in Krefeld durch die Unternehmerschaft Niederrhein haben die besten Nachwuchsforscherinnen und -forscher der Region nun auch beim Landeswettbewerb an der Ruhr Universität Bochum eindrucksvoll abgeschnitten. Mit einem ersten Platz, einem zweiten Platz sowie mehreren Sonderpreisen bestätigten die Teams vom Niederrhein ihr hohes wissenschaftliches Niveau.
„Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie viel Innovationskraft und Forschergeist in unserer Region steckt. Die jungen Talente haben sich mit großem Engagement komplexen Fragestellungen gewidmet und Lösungen entwickelt, die weit über das Schulniveau hinausgehen“, freut sich Dr. Thomas Zöllner, Wettbewerbsleiter des Regionalwettbewerbs Niederrhein.
Den ersten Platz im Fachgebiet Physik sicherte sich Qingyan Li vom Gymnasium am Moltkeplatz in Krefeld mit dem Projekt „Das paradoxe fallende Seil: Wenn klassische Mechanik plötzlich überraschend wird“. In seiner Arbeit untersuchte er ein auf den ersten Blick einfaches physikalisches System, das jedoch ein überraschend komplexes Verhalten zeigt: Ein fallendes Seil beschleunigt stärker als im freien Fall. Qingyan Li konnte nachweisen, dass die Ursache in der internen Energieübertragung innerhalb des Systems liegt. Durch präzise Experimente mit modernen Sensoren bestätigte er die theoretischen Vorhersagen und zeigte, dass trotz des ungewöhnlichen Verhaltens der Energieerhaltungssatz nicht verletzt wird. Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung aus theoretischer Tiefe und experimenteller Präzision. Mit seinem Landessieg hat sich Qingyan Li nun automatisch für die Teilnahme am Bundeswettbewerb vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach qualifiziert.
Einen hervorragenden zweiten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt erreichten Marie Hoffmann, Leif Sekul und Emma Nagowski vom Norbert-Gymnasium Knechtsteden in Dormagen mit ihrem Projekt „Die Exit-Strategie – Die Notausgang-Philosophie“. Die SchülerInnen untersuchten, wie Hindernisse, Markierungen und Abtrennungen an Fluchttüren das Verhalten von Menschen in Notsituationen beeinflussen. In experimentellen Versuchsreihen analysierten sie die Effizienz unterschiedlicher Szenarien beim Verlassen von Gebäuden. Ergänzend übertrugen sie ihre Beobachtungen auf das Verhalten von Schafherden, um neue Perspektiven auf Bewegungsmuster in Gruppen zu gewinnen. Ziel ihrer Arbeit ist es, konkrete Ansätze zur Verbesserung von Evakuierungsprozessen zu entwickeln und damit die Sicherheit in öffentlichen Gebäuden zu erhöhen.
„Solche Projekte zeigen eindrucksvoll, wie praxisnah und lösungsorientiert junge Menschen heute denken. Das ist genau die Art von Innovationskompetenz, die unsere Wirtschaft in Zukunft braucht“, erklärt Dr. Ralf Wimmer, Patenbeauftragter des Jugend forscht Regionalwettbewerbs Niederrhein.
Auch, dass niederrheinische Teams auf Landesebene noch diverse Sonderpreise gewonnen haben, spreche für sich. Dazu gehören die beiden Auszubildenden Robin Föhles und Leo Petrak der LEMKEN GmbH & Co. KG Alpen mit ihrem Projekt „DeichselGuard“ sowie Anton Rütten, Ilinca Manole und Haimo Wang vom Gymnasium Fabritianum in Krefeld mit ihrer Projektarbeit „Instant Universe“. Weitere Sonderpreise haben Justus Langemeyer vom Gymnasium Fabritianum in Krefeld für das Projekt „Wenn Märkte denken: Eine quantenlogische Betrachtung von Preisbewegungen“ gewonnen sowie Michel König. Der Auszubildende der SPECTRO Analytical Instruments GmbH in Kleve hatte sich mit der „Kompensation temperaturbedingter Längenänderung in feinmechanischen Systemen“ beschäftigt.