Jochen Schouten heißt der 328. König der Georgius-Gilde
Königsfest der St. Georgius-Gilde 1592 Goch
GOCH. Die St. Georgius-Gilde 1592 Goch feierte traditionell am letzten Samstag im August ihr Königsfest mit Königschießen. Um 20.30 Uhr fiel die „Möss!“ runter und der neue König der Georgius-Gilde stand fest. Mit einem gezielten Schuss hatte Jochen Schouten den Rumpf des Vogels von der Stange geholt. Somit war der 328. König der Gilde ermittelt.
Das Königsfest jedoch wurde bereits am Morgen standesgemäß mit einem Gottesdienst in der Arnold-Janssen-Kirche eingeläutet. Beim anschließenden gemeinsamen Frühstück im Hotel Litjes konnte Hauptmann Herbert Maassen neben Gildenpräses Pater Devis, Ehrenhauptmann Hermann Bäcker und dem amtierenden Kaiser Georg Aldenhoven viele anwesende Gildenbrüder und -schwestern begrüßen. Am Nachmittag traf sich die Gildenfamilie auf dem Vereinsgelände „op den doelen“ an der Jahnstraße. Im Schützenhaus war ein von den Gildendamen gefertigtes Kuchenbuffet angerichtet. Den Auftakt der Schießwettbewerbe machten die ehemaligen Schützenkönige der Gilde, die um die Kaiserwürde schossen. Mit dem 44. Schuss gelang es Gildenbruder Walter Tönnissen den Kaiservogel zu „besiegen“. Vom Hauptmann bekam der stolze Sieger die Kaiserkette überreicht. Zwischenzeitlich galt es für die Damen, unter der Leitung von Schießmeister Jochen Schouten beim Luftgewehr-Preisschießen gute Schießergebnisse zu erzielen. Glückliche Siegerin wurde Lisa Aldenhoven, die mit 30 Ringen den 1. Preis vor Gisela Lommen, Dagmar Lommen, Maria Reyntjes, Paula Thissen und Melanie Aldenhoven errang.
Sodann wurde der Königsvogel hochgezogen, der jetzt im Blickpunkt der Gildenfamilie und vieler Gäste stand. Ein spannender Wettkampf um den Gildenkönig 2026 begann. Drei installierte Monitore sorgten dafür, dass jeder Zuschauer durch Großaufnahmen des Vogels nah dabei war, wenn die abgeschossenen Preise bejubelt werden konnten. Zuerst galt es den Kopf abzuschießen. Mit dem 61. Schuss gelang dies Lisa Aldenhoven. Der rechte Flügel wurde bereits mit dem 13. Schuss von Dagmar Lommen abgeschossen. Noch treffsicherer war Dieter Bodden, bei dem sich der rechten Flügel schon nach dem zehnten Schuss geschlagen geben musste, und nach dem 69. Schuss hatte der Holzvogel den Schwanz verloren. Der Schütze hieß Jochen Schouten.
Nach einer kurzen Pause ging es zum Königschießen über. Hierzu fanden sich drei Anwärter ein. Nach hartem, aber fairem Wettstreit war es Jochen Schouten vergönnt, mit dem 21. Schuss den Rest des „Adlers“ von der Stange zu holen. Der glückliche Schütze freute sich riesig, denn es war sein Bestreben gewesen, genau 30 Jahre nach seinen Eltern König der Georgius-Gilde zu werden.
Unter anhaltendem Jubel der Schützenschar und Gäste wurde der frischgebackene König standesgemäß auf Schultern über den Schießplatz getragen, wo er die Glückwünsche der Georgius-Gilde, sowie den Abordnungen des Schützenvereins „Tell“ und der Barbaragilde aus Veghel/Niederlande entgegen nahm. Im Namen der Gildenfamilie gratulierte Gilden-Hauptmann Herbert Maassen dem neuen König und überreichte ihm die „kleine Königskette“. Als Adjutanten wurden Jochen Lommen und Matthias Aldenhoven ernannt – die ebenfalls, wie der König, Schießmeister bei der Gilde sind. Ihnen war es vorbehalten, im Namen des neuen Königs Freibier auszuschenken. Desweiteren wurde die Gildenfamilie zu einem lockeren Frühschoppen am Sonntagmorgen auf dem Schießstand „op den doelen“ von König Jochen eingeladen. Beim Krönungsball am 10. Oktober wird der neue König festlich inthronisiert, wobei er das kostbare Königssilber überreicht bekommt.