Jede Stimme zählt für solidarische Gesellschaft
AG Wohlfahrt im Kreis Kleve ruft zur Wahlbeteiligung auf
Vor dem Hintergrund der demokratischen Mitbestimmung und des sozialen Zusammenhalts zähle jede Stimme für eine starke und solidarische Gesellschaft. „Auch jüngere Menschen sowie Erstwähler rufen wir auf, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten“, so Rainer Borsch.
Zum Hintergrund: Am Sonntag, 23. Februar, sind vorgezogene Bundestagswahlen. An diesem Tag werden die Abgeordneten des Deutschen Bundestags gewählt, die in den kommenden vier Jahren die politischen Entscheidungen des Landes treffen. Rainer Borsch sagt dazu: „Wahlen sind das Fundament unserer Demokratie. Besonders in herausfordernden Zeiten, in denen wir vor großen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Fragen stehen, ist es wichtiger denn je, der eigenen Meinung und Haltung eine Stimme zu geben.“
Die Freie Wohlfahrtspflege im Kreis Kleve vertritt dabei die Kernforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft, die da lauten: ein starker Sozialstaat, Vorfahrt für Gemeinnützigkeit, verlässliche Finanzierung für soziale Arbeit, Klimaschutz im sozialen Bereich und Demokratie stärken. „Soziale Sicherheit und menschenwürdige Leistungen sind essenziell, um Armut zu bekämpfen und das Vertrauen in unsere demokratischen Institutionen zu stärken“, sagt Rainer Borsch. Eine besondere Rolle käme der Wohlfahrt zu. „Wohlfahrtsverbände müssen Vorrang haben, wenn es um soziale Dienstleistungen geht. Auf der anderen Seite benötigen soziale Dienste aber auch ausreichende Mittel, um ihre Arbeit leisten und fortsetzen zu können. Dafür braucht es politische Unterstützung.“
Auch zur aktuellen Diskussion um die Migrationspolitik in Deutschland hat die Freie Wohlfahrt einen Zwischenruf erstellt. „Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland – mehr als ein Viertel der Bevölkerung hat eine Migrationsgeschichte. Doch die öffentliche Debatte ist zunehmend von Ängsten und Spaltung geprägt“, sagt Rainer Borsch. Die Wohlfahrt hingegen begreife Migration als Chance und setze sich für eine nachhaltige, humanitäre und faktenbasierte Migrationspolitik ein. „Migration gelingt, wenn wir Teilhabe von Anfang an ermöglichen, wenn wir Humanität und Menschenwürde bewahren, wenn wir Migration als gesellschaftliche Aufgabe sehen, gegen Diskriminierung und Rassismus vorgehen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken“, so Borsch.