Jahreshauptversammlung beim DRK-Ortsverein Alpen
Rückblick auf 2024 – Ehrungen für Blutspender und Mitglieder – Planungen für 2025
ALPEN. Kürzlich fand die Ortsversammlung des DRK Alpen statt. Der Ortsvereinsvorsitzende, Rüdiger Kunst, begrüßte alle aktiven Helfer im Ausbildungsraum des DRK Heims.
Als Vertreter des Kreisverbandes konnte Rüdiger Kunst den Präsidenten Jan Höpfner und den frisch in den Deutschen Bundestag gewählten, stellvertretenden Präsidenten Sascha van Beek willkommen heißen. Beide richteten einige Grußworte an die Versammlung, in denen es sowohl um das Engagement der Helfer, als auch der Blutspender ging. Nach einleitenden Worten von Rüdiger Kunst wurde die Tagesordnung festgestellt. Es gab keinerlei Änderungsanträge.
Gemeinsam mit Sascha van Beek und Jan Höpfner führte Rüdiger Kunst zunächst die Ehrungen der vielfachen Blutspender durch. Geehrt wurden: für 25 Blutspenden Angela Kolodzy, für 50 Spenden Rainer Borgmann und Jörg Gooßens sowie für 100 Spenden Franz-Josef Bühren. Direkt im Anschluss wurden die langjährigen Mitglieder des DRK Alpen geehrt. Für fünf Jahre waren dies Jason-Noel Fahrig für zehn Jahre Maria Braun und Aland Khaled, für 35 Jahre Torsten Ullenboom und für 45 Jahre Norbert Pötters.
Es folgten die Berichte aus den jeweiligen Bereichen des Ortsvereines und der Bereitschaft, welche durch den Bereitschaftsleiter Christian Peeters präsentiert wurden. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 10.950 Stunden von den ehrenamtlichen Helfern geleistet. Nach der Normalisierung nach Corona ist dies wieder ein Wert, der ähnlich zum letzten und den Vor-Corona-Jahren ist. Bei insgesamt 43 Sanitätsdiensten wie St. Martinsumzügen, Karnevalsumzügen, Reitturnieren und Co. kamen letztes Jahr circa 2.000 Stunden zusammen. Die meiste Zeit wird aber für den Krankentransport/Rettungsdienst aufgebracht, nämlich rund 5.500 Stunden, inklusive der Abdeckung des Spitzenbedarfs für den Kreis Wesel. Daneben werden noch viele weitere Stunden erbracht, wie zum beispiel 1.900 Stunden für die Aus- und Fortbildung, 700 Stunden für Vorstandsarbeit und technische Dienste, und circa 400 Stunden für die Vorbereitung und Durchführung der acht Blutspendetermine. Außerdem wurden wir im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft circa 200 Einsatzstunden geleistet.
Rüdiger Kunst berichtete vom gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Alpen veranstalteten Blaulichttag zum 950. Jubiläum der Gemeinde Alpen. Beide Ausrichter können auf eine rundum gelungene Veranstaltung zurückblicken, bei der mit einer realitätsnahen Übung Einblick in die Arbeit der Blaulichtorganisationen gegeben wurde. Auch die beiden Jugendorganisationen, Jugendfeuerwehr und JRK konnten mit einer eigenen Übung zeigen, was sie gelernt haben.
Bei den je vier Blutspendeterminen in Alpen und Veen konnten insgesamt 706 Spender begrüßt werden, von denen 60 zum ersten Mal ihr Blut spendeten. Dies ist im Vergleich zu den Vorjahren wieder ein Anstieg der Spenderzahlen. Außerdem gab es noch einen Sondertermin bei der Firma Lemken, an der 53 Spender teilnahmen. Die Blutspenden sind ein immens wichtiger Bestandteil der Rotkreuzarbeit. Jeder Blutspender ist ein Lebensretter. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1.030 Krankentransporte beziehungsweise Rettungseinsätze abgewickelt. Auch bei der Rangfolge der Einsatzorte hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Die meisten Einsätze werden weiterhin in Moers gefahren, gefolgt von Xanten und Kamp-Lintfort.
Rüdiger Kunst trug den JRK-Bericht von Jacqueline Braun vor, die leider nicht teilnehmen konnte. Im JRK sind momentan 16 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 22 Jahren in zwei Altersgruppen aktiv. Die Gruppenstunde findet 14-tätig sonntags von 10 bis 12 Uhr statt. In diesen Gruppenstunden wurde 2024 viel für die Erste-Hilfe-Ausbildung der Kinder und Jugendlichen getan. Da Jacqueline Braun 2024 zum Teil in einer Babypause war, hat Carina Janßen dankenswerterweise in der Zwischenzeit übernommen und eine 24-Stunden-Übung mit den JRK’lern durchgeführt. Sonst gesetzte Aktivitäten, wie der JRK-Kreiswettbewerb und der Nikolausmarkt, sind in 2024 für das JRK leider ausgefallen. Dafür war das JRK auf dem letztjährigen Blaulichttag mit aktiv und hat gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Alpen eine Unfallsituation nachgestellt. Aber es geht nicht immer nur um die typischen DRK-Aktivitäten, sondern im April letzten Jahres wurde mit dem eingenommenen Geld des Nikolausmarktes von 2023 ein Escape-Room in Krefeld besucht und in den Gruppenstunden wird viel gespielt, gebastelt oder gebacken. Das JRK hilft außerdem schon beim St. Martinsumzug in Alpen, das DRK zu repräsentieren. Und wenn man beim Nikolausmarkt schon nicht dabei sein konnte, wurde dieser zumindest gemeinsam besucht. Für 2025 möchte man wieder einen JRK-Stand haben. Zum Jahresabschluss gab es noch die JRK-Weihnachtsfeier mit selbstgemachtem Essen und Naschereien, bei der auch gewichtelt wurde. Wer Interesse am JRK hat, kann sich gern mit Jacqueline Braun in Verbindung setzen und bei einer Gruppenstunde reinschnuppern. Der von Schatzmeister Norbert Pötters vorgetragene Kassenbericht für das Jahr 2024 ergab, wie in der Vergangenheit auch, ein ausgeglichenes Ergebnis und wurde von den Kassenprüfern genehmigt. Die vorgeschlagene Entlastung des Vorstandes wurde von der Versammlung einstimmig erteilt. Ebenso wurde die Jahresplanung für 2025 zur Kenntnis genommen. Für dieses Jahr stehen keine Ersatzbeschaffungen bei den Fahrzeugen an, sondern es musste in einen Defibrillator für die Fahrzeuge investiert werden und der Vorstand plant, eine neue PV-Anlage mit Speichermodulen zu installieren.
Rüdiger Kunst gab zudem einen Einblick in die derzeit wohl größte Investition in die Zukunft für das DRK Alpen, den Bau einer Rettungswache, hinter dem derzeit bestehenden DRK Heim. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Planungsphase, welche viel Zeit für Genehmigungen, die Finanzierung und auch Verhandlungen mit dem Kreis in Anspruch nimmt. In den Haushalt für das Jahr 2025 ist dies alles noch nicht berücksichtigt.
Abschließend bedankte sich Rüdiger Kunst nochmals bei allen Helfern und ausdrücklich an den Partnern und Familien, die das Engagement mittragen.