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Henry Fairs eröffnet die 42. „Internationalen Orgeltage“ am Freitag, 13. März. Foto: privat
2. März 2026 Von NN-Online · Kevelaer

Internationale Orgeltage in Kevelaer im März

Drei Organisten aus drei Ländern / Reihenbeginn mit Henry Fairs am Freitag, 13. März

KEVELAER. Die große Seifert-Orgel in der Kevelaerer Marienbasilika sorgt immer wieder für Aufmerksamkeit – lange schon nicht mehr nur bei einem kleinen Kreis orgelverliebter Musikfans vom Niederrhein. Ob Gast-Organisten aus aller Welt hier ihre CDs einspielen wollen, Techniker sich in ihren „Sound“ verliebt haben und all ihre Töne sampeln – also für die Ewigkeit speichern – oder, wie im März wieder, renommierte internationale Künstler sich zum Konzert einfinden. Zum 42. Male laden die „Internationalen Orgeltage“ nun ein, die Klangvielfalt und musikalischen Talente dieses prächtigen Instruments kennenzulernen und weiter zu entdecken – und das zu hören, was drei bemerkenswerte „Orgelkünstler“ ihr entlocken: Henry Fairs (Berlin/England), Freitag, 13. März, 20 Uhr; Ben van Oosten (Den Haag), Freitag, 20. März, 20 Uhr; Elmar Lehnen (Kevelaer), Freitag, 27. März, 20 Uhr.

Wolfgang Seifen, seinerzeit Basilikaorganist und heute Vorsitzender des Kevelaerer Orgelbauvereins, hatte 1984 zu den „1. Internationalen Orgeltagen“ eingeladen – und die Idee ist es immer noch, drei Musiker aus drei Ländern während der Fastenzeit zum Konzert einzuladen. „Wir möchten auch außerhalb der Wallfahrtszeit, in der die Seifert-Orgel ja mächtig im Einsatz ist, dieses wunderschöne und nun auch toll restaurierte Instrument zum Klingen bringen“, sagt Elmar Lehnen, Basilikaorganist seit dem Jahr 2000. Der wird in diesem Jahr bei den Orgeltagen auch selbst in die Tasten greifen. „Eigentlich sollte Andrea Pedrazzini das dritte Konzert bestreiten – der ist aber mit der Einspielung seiner CD gerade vollauf beschäftigt, sodass er erst im August (am 21.) sein Konzert in Kevelaer spielen wird.“

Den Auftakt der „Orgeltage“ bestreitet am Freitag, 13. März Henry Fairs, Professor für Künstlerisches Orgelspiel an der Universität der Künste Berlin (UdK) und international gefragter Organist. Sein Programm verbindet die romantische Klangwelt Edward Elgars mit der farbenreichen Tonsprache Sigfrid Karg-Elerts. Orchestrale Weite, klangliche Tiefe und fein nuancierte Farbigkeit prägen diesen außergewöhnlichen Konzertabend.

In einem kleinen Interview hat Henry Fairs mehr zu seinem Programm verraten – und was das Besondere an der Seifert-Orgel ist.

Herr Fairs, wie haben Sie den Weg an den beschaulichen Niederrhein gefunden, nach Kevelaer?

Henry Fairs: Die Einladung, über die ich mich sehr gefreut habe, kam von meinem geschätzten UdK-Kollegen Prof. Wolfgang Seifen, der mir viel über Kevelaer und die Orgel erzählt hat. Ich freue mich, die Orgel kennenzulernen!

Was ist das Besondere der Seifert-Orgel?

Fairs: Sie ist eine sehr große (eine der größten Orgeln Deutschlands), symphonische Orgel mit unzähligen Farbmöglichkeiten und einer riesigen dynamischen Bandbreite.

Verraten Sie uns etwas zu Ihrem Programm?

Fairs: Ich habe versucht, das Programm an Orgel und Raum anzupassen. Elgars große Orgelsonate ist im Grunde Orchestermusik auf der Orgel und ein Stück Heimat für mich. Ich bin in der Grafschaft Herefordshire aufgewachsen und habe früher in Birmingham gearbeitet, an der Universität wo Elgar tätig war. Die zweite Programmhälfte präsentiert Musik von Karg-Elert, spätromantisch und impressionistisch, mit teilweise aparten und sehr bunten Klängen.

Die Sopranistin Xinhui Zhang wird Sie begleiten. Ein Zusammenspiel von Gesang und Orgelspiel…

Genau. Beim letzten Werk – eine symphonische und innige Vertonung des Chorals „Nun ruhen alle Wälder“ – werde ich zusammen mit Sopranistin Xinhui Zhang (Berlin) und Violinistin Yijie Qu (England) musizieren. Es ist mir wichtig, junge Künstlerinnen zu unterstützen und der musikalische Austausch ist für mich und hoffentlich auch für die Zuhörerinnen und Zuhörer stets inspirierend!

Karten ab zehn Euro

Der Titel des Auftaktkonzerts steht unter dem Titel „Musikalische Landschaften“ mit Werken von Edward Elgar (1857 bis 1934). Die „Seven Pastels from the Lake of Constance“ – 1923 von Sigfrid Karg-Elert zuerst in London erschienen – spiegeln Eindrücke des Bodensees und der ihn umgebenden Landschaft wider. Dazu passt der symphonische Choral „Nun ruhen alle Wälder“.

Tickets und Informationen gibt es unter www.kultur-am-kapellenplatz.de. Eintrittskarten (je 15 Euro, ermäßigt zehn Euro) sind außerdem erhältlich im Kerzengeschäft Jacobs am Kapellenplatz (montags bis freitags 10 bis 17.30 Uhr, samstags 10 bis 15 Uhr) sowie an der Abendkasse. Infos zum Orgelbauverein unter www.orgelbauverein-kevelaer.de.

Henry Fairs eröffnet die 42. „Internationalen Orgeltage“ am Freitag, 13. März. Foto: privat

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