Ins Wimmelbuch der Fjorde
Warm-Up am Donnerstag: Vom 13. bis zum 15. Juni findet der 16. Kranenburger Stüppkesmarkt statt
KRANENBURG. Bitte eintragen: „Der 16. Stüppkesmarkt in Kranenburg beginnt am 13. und endet am 15. Juni.“ Der 15. ist ein Sonntag, demnach ist also der 13. ein... lassen wir das.
94 Seiten stark ist der „Beipackzettel“ (Auflage 4.100 Exemplare) zum Stüppkesmarkt mit allen wichtigen Infos. Und natürlich mit Werbeblöcken für die Sponsoren, denn „ohne die geht gar nichts“, sagt der Chef des Stüppkesmarkt-Vereins, Theo Poen. Eigentlich ist er gar nicht der Chef – das klingt viel zu hierarchisch. Poen ist halt der Vereinsvorsitzende und er ist seit fast 30 Jahren dabei. 23 Mitglieder hat der Verein und das Orga-Team besteht aus elf Leuten – Ehrenamtler allesamt. Was das bedeutet, erklärt Poen: „Wir müssen kein Geld verdienen.“ Klingt irgendwie einfach, aber: Verdient werden muss nichts – ausgegeben wird aber jede Menge. Zahlen sollen nicht genannt werden, aber es ist schon ein dicker Batzen Kohle, der in den Stüppkesmarkt fließt. „Spielen wir heiß und kalt: Ihr sagt eine Zahl“, wendet sich Poen an die Presse. 1. Gebot: 8.000 Euro. Darauf gibt es nicht mal eine Antwort, sondern nur ein ungläubiges Staunen. 2. Gebot: 20.000 Euro. „Kalt“, sagt Poen. Dimensionen werden klar. Immerhin – so viel wird verraten: „Es ist nicht sechsstellig, aber eher auf der Hälfte zwischen fünf- und sechsstellig.“
Zeit für das Eigentliche. Neu bei der 16. Ausgabe: Das Stüppkesmarkt Warm-Up am Donnerstag, 12. Juni, zwischen 18 und 21 Uhr. Poen: „Andere würden das eine After-Work-Party nennen – wir nennen es Warm-Up.“ Am Donnerstagabend ist alles vorbereitet und somit Gelegenheit zum Vorglühen auf dem Marktplatz. Das eine oder andere Freigetränk wartet auf die Gäste.
Der eigentliche Startschuss fällt dann am 13. (wir lassen den Wochentag mal weg) um 18 Uhr mit der traditionellen Messe auf dem Marktplatz. Wer auf Abba steht, kommt um 21 Uhr auf seine Kosten. Was heißt Kosten? Das Publikum zahlt ja nichts. Kosten fallen trotzdem an: Künstler, Bühne, Technik. Um 21 Uhr also: Auftritt von „Abba Unforgettable“. Anschließend legt DJ Marco F. auf.
Start für den Markt entlang der Großen Straße (10 bis 18 Uhr). Dort werden Kranenburger Vereine und Organisationen sowie diverse Händler ihre Waren anbieten. Auf dem Marktplatz geben sich derweil die Vereinsmaskottchen „Jünter“ und „Emma“ die Ehre.
Fester Bestandteil des Stüppkesmarktes: die Kinderbetreuung auf der Kirchwiese. Poen: „Es gibt Punkte, da kannst du nicht sparen. Das Kinderprogramm gehört dazu, denn das sind die Stüppkesmarktfans von morgen.“ Am Samstagnachmittag wird zudem der „StüppkesStar“ gesucht. Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren können mitmachen und ihr Talent zeigen – sei es beim Singen oder Tanzen, Zaubern oder oder. Als Preis winkt ein Ein-Meter-Pokal. Anmeldungen werden unter www.stueppkesmarkt.de entgegengenommen. Abends tritt die Band „Treasure“ auf der Marktplatzbühne auf.
Den Sonntag sollten Oldtimerfans reservieren. Da wird es dann auf der Mühlenstraße einiges an alten „Kutschen“ zu bewundern geben. Zum Abschluss wird dann Ingrid Kühne die Lachmuskeln der Besucher strapazieren. Poen: „Die Ingrid spielt im Herbst auch bei uns im Bürgerhaus. Ist aber schon ausverkauft. Bei uns gibt‘s die Ingrid für umsonst.“ Noch ein Grund fürs Kommen. Und so viel sei gesagt: Was hier erwähnt wurde, ist natürlich längst nicht das komplette Programm. Da gäbe es noch jede Menge zu sehen, hören und erleben.
Wer übrigens gern verreist und Interesse an einem 500-Euro-Reisegutschein hat, der sollte auf jeden Fall am Stüppkesmarkt-Quiz teilnehmen. Das findet sich im oben bereits erwähnten „Beipackzettel“. Zwölf Fragen warten auf die Teilnehmer. Eine davon – es ist die Frage Nummer sechs – lautet: Was war das Museum Katharinenhof früher mal? a) Krankenhaus, b) Kloster, c) Gaststätte. Wer`s nicht weiß, kann ja bei Ureinwohnern Rat (und vor allem Antwort) suchen. Ach ja – da wäre noch das „Wimmelbuch der Fjorde“. Nicht bekannt? Dann wird‘s aber Zeit. Am Sonntag soll es einen Flashmob geben: Gaaaanz viele Menschen auf einem Stüppkesmarkt-Foto. Poen: „Damit kommen wir dann ins Wimmelbuch der Fjorde. Nicht bekannt? Kein Wunder. Das Wimmelbuch der Fjorde ist ja nur eine Verhohnepiepelung fürs Guiness Buch der Rekorde. Mein lieber Fjord: Da wäre noch so viel zu erzählen. Aber eigentlich muss nur gewusst werden: Der Stüppkesmarkt ist das größte Ding. Vorsicht! Im Wechsel mit dem Stüppkesmarkt findet „Rock am Kreis“ statt. Auch ein Mega-Ding. Man sollte beides mal erlebt haben. Falsch: Man sollte beides immer wieder erleben. Und noch eines: Man sollte all denen, die Fetsivitäten wie diese (ehrenamtlich) planen und durchführen ein megadickes Dankeschön zukommen lassen. Und der schönste Dank: persönliches Erscheinen.
Stüppkes Frühstück: Am Sonntag, 15. Juni, findet auf dem Kranenburger Marktplatz zwischen 9.30 und 11 Uhr das Stüppkes Frühstück statt. Für 9,70 Euro gibt es frische Brötchen, regionale Wurst- und Käsespezialitäten vom Buffet, Marmelade sowie unbegrenzt Kaffee und Tee. Bereitgestellt wird das Frühstück vom „Stüppkes Wirt“, Michael Hagedorn und Bauernladen Hebben. Anmeldungen nehmen die Orgateam-Mitglieder Ruud und Johannes bis zum 11. Juni telefonisch unter 02826/ 9171031 oder per Mail an info@stueppkesmarkt.de entgegen. Die Bezahlung erfolgt per Vorkasse als Überweisung oder per Paypal.
Das Orga-Team in Sachen Kranenburger Stüppkesmarkt. Foto: privat