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Der Kommandeur des Air Component Command (ACC) in Kalkar, Generalleutnant Thorsten Poschwatta, bei der traditionellen Aschermittwochsrede in der von-Seydlitz-Kaserne. Foto: Pressestelle ACC/Marvin Ink
7. März 2025 Von NN-Online · Niederrhein

In Luftwaffenstandorte wird kräftig investiert

Gäste erhalten Einblick bei Jahresempfang in der von-Seydlitz-Kaserne Kalkar

NIEDERRHEIN. Über 160 Gäste waren in diesem Jahr der Einladung des Kommandeurs Air Component Command (ACC), Generalleutnant Thorsten Poschwatta, und des Standortältesten, Generalmajor Michael Hogrebe, zum traditionellen Jahresempfang beim Aschermittwoch-Fischessen in der von-Seydlitz-Kaserne Kalkar gefolgt.

Aus allen gesellschaftlichen Bereichen kamen die Gäste an diesem Tag. Zahlreiche Rathauschefs, angeführt durch die beiden Garnisonsbürgermeister Dr. Britta Schulz aus Kalkar, und Rainer Weber aus Uedem, waren unter den Gästen. Aus dem Bundestag war der erst kürzlich wiedergewählte Abgeordnete Stefan Rouenhoff vertreten. Die drei Landtagsabgeordneten Dr. Günter Bergmann, Stephan Wolters und Dr. Volkhard Wille waren ebenso unter den Gästen wie die Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Silke Gorißen. Mit Generalleutnant a. D. Friedrich-Wilhelm Ploeger war ein ranghoher ehemaliger Kommandeur unter den Gästen. Zahlreiche Vertreter aus Behörden, aus Industrie und Handel sowie aus Bildungseinrichtungen waren auch wieder gerne in die von-Seydlitz-Kaserne gekommen. Ihnen allen gab Generalleutnant Poschwatta in einem kurzen Streifzug einen Überblick darüber, was die Bundeswehr am Standort Kalkar-Kleve im vergangenen Jahr beschäftigt hat und welche Herausforderungen auf die Truppe in den kommenden Monaten warten. Dabei spielte das aktuelle politische Geschehen eine wichtige Rolle. „Spätestens die Rede von US-Präsident JD Vance bei der Münchener Sicherheitskonferenz hat gezeigt, dass Europa Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen muss“, so Poschwatta. Auch auf die von Bundeskanzler Olaf Scholz geprägte Zeitenwende ging der General ein: „Die Zeitenwende muss in den Köpfen der Bürger beginnen.“ Am Niederrhein sei diese längst angekommen. So wird derzeit das Zentrum Luftoperationen umgebaut zum Air Component Command, erläuterte General Poschwatta: „Innere Strukturen werden neu gedacht, verschlankt und kaltstartfähiger ausgestaltet.“ Wesentlich sei auch der Schritt hin zu einer besseren Kompatibilität mit den Bündnispartnern. „Landesverteidigung ist auch immer Bündnisverteidigung“, so Poschwatta, „deswegen sind gemeinsame Strukturen äußerst wichtig.“ Äußerlich sichtbar wird die Modernisierung der niederrheinischen Luftwaffenstandorte durch die zahlreichen Baumaßnahmen in den Kasernen in Kalkar, Uedem und Xanten-Marienbaum. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Neubauten ihrer Bestimmung übergeben wurden, sind bis 2031 weitere Investitionen in die Infrastruktur geplant. „Rund 150 Millionen Euro sind bereits konkret projektiert“, so Generalleutnant Poschwatta. Derzeit wird unter anderem die Hauptzufahrt der Kaserne in Kalkar komplett umgestaltet.

Der Kommandeur versicherte er, dass die Luftwaffe am Niederrhein ein verlässlicher Partner für die Region bleiben werde. Ein gutes und vertrauensvolles Zusammenspiel zwischen Gesellschaft und Streitkräften sei ein ganz maßgeblicher Faktor bei der oft zitierten Kriegstüchtigkeit. „In dieser Hinsicht sind wir hier am Niederrhein sehr gut aufgestellt“, so General Poschwatta zum Abschluss seiner Ansprache an die Gäste.

Der Kommandeur des Air Component Command (ACC) in Kalkar, Generalleutnant Thorsten Poschwatta, bei der traditionellen Aschermittwochsrede in der von-Seydlitz-Kaserne. Foto: Pressestelle ACC/Marvin Ink

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