IHK appelliert an Rees: Steuererhöhung stoppen
Stadtverwaltung darf Betriebe nicht weiter belasten
REES. Die Stadt Rees plant, Betriebe vor Ort stärker zu belasten. Sowohl Gewerbesteuer als auch Grundsteuer B sollen deutlich steigen. Die IHK warnt: „Die Unternehmen stehen schon jetzt massiv unter Druck. Nach Jahren der Rezession lässt der Nahost-Konflikt die Kosten explodieren. Den Betrieben geht die Luft aus.“
In Rees soll die Gewerbesteuer von 451 auf 469 Punkte steigen. Die Grundsteuer B sogar von 743 auf 834 Punkte. Dabei gehen hohe Steuern oft nicht mit hohen Einnahmen einher. „Städte mit attraktiven Steuersätzen ziehen Unternehmen an. Das stabilisiert die Haushalte langfristig. Es ist ein Trugschluss, dass die Kommunen Haushaltslöcher mit Steuererhöhungen stopfen können. Im Gegenteil: Stark belastete Betriebe machen das Licht aus. Der Rat in Rees sollte am 24. März pro Wirtschaftsstandort entscheiden und die Erhöhung absagen“, appelliert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger an die Stadtverwaltung.
Der Nahost-Konflikt trifft den Niederrhein hart. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen sind direkt oder indirekt betroffen. Besonders durch die steigenden Energie- und Kraftstoffpreise. Hinzu kommen Lieferkettenprobleme. „Unsere Unternehmen sind im sechsten Jahr der Stagnation. Wer jetzt noch höhere Steuern draufsetzt, gefährdet Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region“, sagt Dietzfelbinger. Die steigenden Steuern in Rees und anderen Städten seien ein Rückschritt für den gesamten Niederrhein. Statt höherer Belastungen für die Wirtschaft brauche es klare Prioritäten in den Rathäusern, schlanke Verwaltungs-strukturen und Tempo bei Genehmigungen.