Hülmer Dorfplatz ist nun komplett
Dorfgemeinschaften haben gemeinsam angepackt
HÜLM. Viel wurde in den letzten zwölf Monaten, beginnend mit der Übergabe durch die zuständige Ministerin, über das Projekt „Dorfhaus/Dorfplatz Hülm“ berichtet. „Ein bisschen stolz“ schaute die Stadt mit ihrem südlichsten Dorf auf die Leistungen der letzten Jahre, so der Trägerverein Alte Schule Hülm.
Aber: Ein kleiner Flecken im Gesamtprojekt sei unbearbeitet geblieben: Der Parkplatz entlang des Pfarrhausgartens lag da, wie schon „im letzten Jahrhundert“, und passte so gar nicht mehr ins Bild. Die Entwässerung des Rittorpweges führt auf das Grundstück, das sich im Besitz des Bistums Münster befindet, funktionierte schon seit einigen Jahren nicht und verhinderte so die sinnvolle Nutzung.
Peter Lörks, Mitglied im Ortskirchenrat Hülm, wandte sich an die Stadt und machte auf das Problem aufmerksam, das nach mehrfachen Treffen und Gesprächen mit der Verwaltung gelöst werden konnte. Damit gab man sich aber nicht zufrieden. Wieder wurde Peter Lörks über den Ortskirchenrat tätig. Der Platz selbst befindet sich im Besitz der Kirche, die auch für die Pflege zuständig ist. Bei der Rendantur wurde angefragt, ob man bereit wäre, den Platz an die neue Umgebung anzupassen.
Die Antwort habe darin gelegen, sich mit einem Zuschuss im mittleren vierstelligen Bereich zu beteiligen. Etwas ernüchtert habe man diese Antwort angenommen, würden damit doch kaum die Kosten für das notwendige Material zu decken sein. Aber wo ein Wille ist, kann ein Weg gefunden werden.
Der OKR wandte sich an seine, seit einigen Jahren mit der ehrenamtlichen Pflege des Friedhofes beschäftigte „Flämmtruppe“, die spontan ihre Unterstützung zusagte. Der Truppe gehört glücklicherweise auch Gerd Thomassen an, der auf eine zehnjährige Erfahrung im Pflastern zurückblicken kann. Sie wurde verstärkt durch Pflaster-Experte Gerry Janssen, auch Pächter im Dorfhaus Hülm-Helsum. An einigen Tagen im Juli, teils bei „bemerkenswerten“ Temperaturen, schafften es die Rentner in unterschiedlichen Besetzungen, die Fläche in den Dorfplatz zu integrieren. Der Erfolg wurde durch die selbstlose Unterstützung von Peter Lörks, unter Einbindung der Firma seines Sohnes Michael, sichergestellt. Sie übernahmen den gesamten Transport und zeitgerechte Anlieferung des Materials. Damit findet ein Projekt sein Ende, dass man sich beim Beginn der ersten Überlegungen zur Schaffung eines Treffpunktes für das gesamte Dorf vor zehn Jahren, sicherlich nicht so perfekt, wie es jetzt ist, vorgestellt hatte.
Das Dorf ist mächtig stolz auf sein Kleinod, das in Zusammenarbeit mit der Stadt und unter Beteiligung aller Hülmer Dorfgemeinschaften, angefangen von der Dorfjugend bis zu den Pensionären der Flämmtruppe, geschaffen werden konnte.
Abschluss der Arbeiten und ein neuer Parkplatz vor dem Dorfhaus.
Der vorherige Zustand des Parkplatzes nach einigen Regenfällen.
Der erste Arbeitstag der hilfsbereiten „Flämmtruppe“