Hoffnung auf Frieden und weihnachtlicher Jubel
Dreikönigskonzert findet diesmal in der Versöhnungskirche statt
KLEVE. Das Dreikönigskonzert des Collegium Musicum hat eine lange Tradition. Für sein kommendes Konzert muss sich das Orchester eine neue Heimat suchen, denn die Christus-König-Kirche gibt es nicht mehr. Ganz im Geiste der Ökumene findet das Konzert daher in der evangelischen Versöhnungskirche statt: am Sonntag, 11. Januar, um 18 Uhr.
Arcangelo Corellis festliches Concerto grosso D-Dur op. 6 Nr. 1 ist nicht ganz so berühmt wie sein „Weihnachtskonzert“, aber mindestens ebenso schön. Marie-Luise Hartmann, die langjährige Konzertmeisterin des Orchesters, spielt hier die erste Solovioline – ebenso wie im Konzert a-Moll für zwei Violinen von Antonio Vivaldi. An ihrer Seite steht Regula Sager-Yamamoto, die 2024 im Burghof als Bratschensolistin brillierte und diesmal als Geigerin zu erleben ist. Walter Gieseler – Komponist, Musikpädagoge und Musikwissenschaftler – legte den Grundstein für die heutige Vielfalt und das hohe Niveau des Klever Kulturlebens. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er das Collegium Musicum und die „Konzerte der Stadt Kleve“ und rief die Städtische Singgemeinde wieder neu ins Leben. Gieselers „Da pacem“ für Streichorchester ist eine eindringliche Bitte an Gott um Frieden, angelehnt an einen uralten Vers aus dem gregorianischen Choral.
Der Mozart-Zeitgenosse Ludwig August Lebrun war ein begnadeter Oboenvirtuose. Mehrere Oboenkonzerte sind von ihm überliefert, das Collegium Musicum hat sein Konzert d-Moll ausgewählt. Solist ist Lourens Kuijper, der bereits beim letzten Dreikönigskonzert sein Können unter Beweis stellte.
In weihnachtlichem Jubel erstrahlt schließlich die Motette „Exsultate, jubilate“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Siebzehnjährige hatte das Werk als Gelegenheitsarbeit für einen Gottesdienst aus dem Ärmel geschüttelt. Den virtuosen Solopart – schon hier zeigt sich Mozarts meisterhafter Umgang mit der Sopranstimme – übernimmt Mirjam Hardenberg.
Karten für das Konzert gibt es für 15 Euro in der Buchhandlung Hintzen, in der Apotheke Rhein-Waal im Edeka Brüggemeier sowie an der Abendkasse. Schüler und Studierende zahlen zehn Euro, für Kinder unter zwölf Jahren ist der Eintritt frei.