Historischer Kriminalfall im Fokus eines Vortrags in Rees
Der Geschichtsverein Ressa lädt zu einem Abend über die Erzbischöfe Engelbert und Heinrich ins Bürgerhaus ein.
REES. Auf Einladung des Reeser Geschichtsvereins Ressa referiert Dr. Jens Lieven von der Ruhr-Universität Bochum am Mittwoch, 16. September, ab 19 Uhr im Reeser Bürgerhaus über die Kölner Erzbischöfe Engelbert und Heinrich. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Reeser kennen Erzbischof Heinrich von Molenark vor allem, weil er ihnen am 14. Juli 1228 die Stadtrechte verlieh. Nur einen Tag später wurde auch Xanten zur Stadt erhoben. Seit 1225 im Amt, nutzte Heinrich das erste Jahr seiner Machtposition allerdings auch, um die Mörder seines Vorgängers Engelbert von Berg suchen und niederstrecken zu lassen. Engelbert war am 7. November 1225 im heutigen Grevelsberg von Verschwörern unter der Führung seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg ermordet worden.
Dr. Jens Lieven berichtet nun in Rees von diesem frühmittelalterlichen Kriminalfall und stellt die Lebensgeschichten der beteiligten Persönlichkeiten vor, deren Schicksale auch die Entwicklung vieler niederrheinischer Städte beeinflussten.
Der Referent wohnt in Xanten und studierte Geschichte des Mittelalters, Geschichte der Neuzeit und deutsche Literatur in Duisburg, Essen und Freiburg sowie Archivwissenschaften in Potsdam. Er wurde mit einer Arbeit über die Erinnerungskultur der Grafen von Kleve und Geldern im hohen Mittelalter 2006 in Essen promoviert und ist seit 2007 als Dozent für die Geschichte des frühen und hohen Mittelalters und historische Hilfswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum tätig. Weitere Informationen unter www.ressa.de.