Hilfe zur Selbsthilfe
Stefanie Krettek unterstützt seit Oktober die Sozialberatung der Diakonie
„Die Inanspruchnahme der Sozialberatung ist für einige Menschen immer noch mit Scham behaftet, vor allem in der älteren Generation“, weiß Krettek. Es ist gut, dass Menschen in das Diakonie-Büro an der Poststraße 6 gehen können und dort kein großes Schild „Sozialberatung“ prangt. Die Sozialberatung der Diakonie hilft Menschen, Anträge zu stellen. Dazu gehören unter anderem Familienkasse, Wohngeld, Bürgergeld, ergänzende Sozialleistungen. Entweder, weil die Rente nur klein ist oder selbst ein Vollzeitjob nicht zum Leben reicht. „Menschen kommen mit halb ausgefüllten Anträgen zu mir, manche reichen mir den Antrag über den Schreibtisch, weil sie das Behördendeutsch komplett überfordert. Ein guter Tag ist für mich, wenn ich vielen Menschen aus ihrer gefühlten Ohnmacht und Überforderung heraushelfen konnte.“ Einige junge Menschen kommen zur Sozialberatung, weil sie Probleme im Elternhaus haben und ausziehen wollen.
Die Sozialberatung ist eine der ältesten Dienste innerhalb der Diakonie. Sie spielt oft eine Schlüsselrolle und übernimmt eine Lotsenfunktion im Hilfesystem. Menschen suchen häufig Rat bei mehreren Problemen, so dass auch eine Weitervermittlung an andere Fachdienste dazugehört. Optimal und schnell geht eine Beratung, wenn Ratsuchende mitarbeiten und die erforderlichen Dokumente wie Ausweise, Kontoauszüge, Mietverträge etc. mitbringen. „Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe und sehen, dass wir dadurch weitere Hilfebedarfe verringern können.“ Neben der Allgemeinen Sozialberatung informiert Stefanie Krettek auch zu Mutter/Vater-Kind Kuren. In Xanten ist Stefanie Krettek montags von 12.30 bis 17 Uhr und mittwochs von 8 bis 12.30 Uhr erreichbar.