Hier spielt die Musik
Die Gelderland-Klinik ist zertifizierte „Singende Gesundheitseinrichtung“
Doch die Vorteile des Singens reichen aus medizinischer Sicht noch weiter, so die Oberärztin der Gelderland-Klinik, der psychosomatischen Rehaklinik in Geldern: Es fördere den gesunden Schlaf, stärke das Immunsystem, verbessere die Atmungsmuskulatur sowie die Sauerstoffversorgung und sorge in der Gruppe für „Synchronisierungseffekte, wobei sich die einzelnen Sängerinnen und Sänger mit Pulsschlag und Atmung einander angleichen“.
„Singen als Gesundheitserreger“, wie das Motto des Vereins Singende Krankenhäuser lautet, das wollen auch die Mitarbeiter der Gelderland-Klinik ihren Rehabilitanden künftig noch stärker vermitteln. „Denn das Singen ist - nach Studienlage - tatsächlich etwas, das die Heilung zum Beispiel von Depressionen und Ängsten, von neurodegenerativen Erkrankungen und von Schmerzen beschleunigen kann“, sagt Dr. med. Sonja Höhndorf, Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Gelderland-Klinik.
Um das Singen als „nebenwirkungsarme Therapie“, wie Mit-Initiatorin und zertifizierte Singleiterin Dr. Heike Pahl-Wurster, als gesundheitsförderndes Singangebot in der Einrichtung zu verankern, schloss sich die Klinik jetzt dem Verein Singende Krankenhäuser an. In einer „Feierstunde zur Zertifikatsübergabe“, die zunächst von Ludger Broeckmann, stellvertretender Kaufmännischer Direktor, eröffnet wurde sowie natürlich begleitet von heilsamen Gesängen, überreichte Carmen Schroeder-Meißner als Vertreterin des Vereins Singende Krankenhäuser in der Cafeteria der Klinik das entsprechende Zertifikat für die Gelderland-Klinik.
Voraussetzung für die Zertifikatsvergabe ist der Abschluss einer Weiterbildung im Verein, bestehend aus verschiedenen Modulen, wie beispielsweise dem Modul „Singen als Dialog – Theorie und Methodik heilsamen Singens“, sowie die Mitgliedschaft im Verein. „Wir haben dieses Zertifikat auch erhalten, weil wir das ‚Heilsame Singen‘ mit Dr. Heike Pahl-Wurster und bereits seit vielen Jahren und Jahrzehnten das Singen in der Klinik mit unserer Musiktherapeutin Katja Grunder anbieten“, so Dr. Höhndorf.
Und um den „Glückscocktail“ dann auch tatsächlich anzukurbeln, „der im Gehirn durch das Singen ausgeschüttet wird“, wie Dr. Heike Pahl-Wurster in ihrer Rede weiter ausführte, stimmt sie gemeinsam mit Musiktherapeutin Katja Grunder und den rund 60 Teilnehmern aus dem Kreis der Rehabilitanden sowie rund 20 Mitarbeitern der Gelderland-Klinik, die an der Feierstunde teilnehmen, kurz darauf ein vielseitiges Lieder-Programm an. Ob Kanon oder ein Stück mit Bewegungseinlagen - die singfreudige Gemeinschaft stimmt begeistert ein in das Repertoire, das von Harry Belafontes „Banana-Boat“ über „Imagine“ von den Beatles bis zu „We are the world“ von Michael Jackson und Lionel Richie reicht – immer begleitet von den Gitarrenklängen der zertifizierten Singleiterin oder den Tönen verschiedener Instrumente, wie Ukulele, Trommel oder Akkordeon, gespielt von Katja Grunder.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.gelderlandklinik.de.
Dr. Pahl-Wurster (v. li.), Oberärztin und zertifizierte Singleiterin, und Dr. med. Sonja Höhndorf, Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Gelderland-Klinik, nehmen das Zertifikat der Gelderland-Klinik als „Singende Gesundheitseinrichtung“ von Carmen Schroeder-Meißner, Vertreterin des Vereins Singende Krankenhäuser, entgegen. Foto: Gelderland-Klinik Geldern