Herren steigen in die Verbandsliga auf
Tischtennis-Herrenteam der DJK Rhenania Kleve machte es spannend
KLEVE. Völlig überraschend ist das Tischtennis-Herrenteam der DJK Rhenania Kleve, Tabellenzweiter in der Landesliga-Gruppe 6, jetzt in die Verbandsliga aufgestiegen. „Es war am Ende ein richtiger Krimi“, sagt Mannschaftsführer Johannes Kirchner über die Relegationsrunde in Hattingen. Die Rhenania hatte es mit dem Verbandsliga-Zehnten VfL Winz-Baak und dem Landesliga-Zweiten MTG Horst II zu tun. „Wir haben gegen den Verbandsligisten Winz-Baak gut mitgehalten“, sagt DJK-Spitzenspieler Kirchner. Kirchner/Oliver Jansen und Daniel Marquardt/Hendrik ter Steeg gewannen die Doppel, dazu glich Jansen zum 3:3-Ausgleich aus, da zuvor Kirchner und Christian Schlesinger passen mussten. Der Verbandsligist ging mit 7:3 in Führung, doch die DJK konnte durch Schlesinger, Jansen und Marquard noch auf 6:7 verkürzen, ehe ter Steeg und Julian Binn zur 6:9-Niederlage gratulieren mussten. Da anschließend MTG Horst II mit 1:9 gegen Winz-Baak unterging, sah es danach aus, dass die Klever, die auf Jens Westerbeck verzichten mussten, im zweiten Match gegen MTG Horst II bessere Karten haben sollten. „Da wir eine stundenlange Pause hatten, sah es zunächst nicht danach aus“, sagt Kirchner. Alle drei Doppel gingen verloren, dazu musste auch Schlesinger zum 0:4-Zwischenstand passen. Kirchner, Marquard und Jansen verkürzten zwar zum 3:4, doch MTG Horst II kam mit 6:3 weiter nach vorne. Dann gab es die Rhenanen-Aufholjagd: Kirchner, Schlesinger, Jansen und Marquard gingen mit 7:6 in Führung. Ter Steeg verlor zum 7:7, doch Julian Binn führte mit 2:0-Sätzen und vergab im dritten Durchgang einen Matchball – 7:8. Kirchner/Jansen erreichten den 8:8-Ausgleich und wurden somit Zweiter der Relegationsrunde, da Horst II ja zuvor mit 1:9 gegen Winz-Baak eingegangen war. Eigentlich ging die DJK-Sechs davon aus, eine Woche später nochmal zu einer weiteren Relegationsrunde anzutreten, doch am nächsten Tag kam die überraschende Nachricht vom Westdeutschen Tischtennis-Verband, dass die Rhenania nun Verbandsligist ist. „Nach einer guten Landesliga-Saison war das für uns ein Highlight“, sagt Spitzenspieler Johannes Kirchner.