Heimatpreis in Emmerich an Bürgeraktion Pro Kultur
Aktivitäten für jüdische Geschichte mit der Auszeichnung gewürdigt
Der Rat der Stadt Emmerich hatte drei Preisträger gekürt und das Preisgeld über 5.000 Euro aufgeteilt. Mit dem Heimatpreis würdigte die Politik die Aktivitäten von Pro Kultur, die an die jüdische Geschichte der Hansestadt erinnern. Gerade in Zeiten, in denen Antisemitismus zunimmt, wolle man mit dem Preis ein Zeichen für Mitmenschlichkeit setzen.
Bürgermeister Hinze erinnerte daran, dass Herbert Schüürman die Basis gelegt habe, jüdisches Leben in Emmerich widerzuspiegeln. Es sei richtig, durch regelmäßige Veranstaltungen mit Emmericher Schulen wie zur „Pogromnacht“ am 9. November und zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schaffen: „Man sieht: Frieden und Freiheit sind zerbrechlicher denn je.“ Der Verein sei von „unschätzbarem Wert für die Stadtgesellschaft“.
Das Preisgeld für die Bürgeraktion Pro Kultur in Höhe von 1.500 Euro soll für die nächste Schüler-Busfahrt nach Amsterdam (Anne-Frank-Haus, Portugiesische Synagoge) verwendet werden, teilte die Vorsitzende Irene Möllenbeck mit.