Grundsteinlegung für das Weseler Kombibad
Arbeiten liegen im Rahmen, die Kosten bei rund 43 Millionen Euro
Bürgermeisterin Ulrike Westkamp reihte in ihrer Ansprache das geplante Kombibad als neuen Meilenstein in eine lange Schwimm-Tradition ein. Schließlich werde an dieser Stelle auf die ein oder andere Weise bereits seit 1939 geschwommen. Nach dem zweiten Weltkrieg war es nicht nur „eine wichtige Freizeitbeschäftigung“, wie sie erzählt, sondern zog auch zahlreiche Gäste von außerhalb an – etwas, das das Kombibad fortführen werde, da sind sich die Verantwortlichen ebenfalls sicher. Um diesen Moment der Grundsteinlegung „für die kleine Ewigkeit festzuhalten“, mauerte Ulrike Westkamp gemeinsam mit Ludger Hovest und dem Geschäftsführer der Städtische Bäder Wesel, Martin Christoph, an Ort und Stelle eine Zeitkapsel ein: mit Zeitungen, Kleingeld, Fotos und mehr.
Viele Schokoladenseiten
Nach dem offiziellen Teil hatten die Gäste Gelegenheit, sich auf der Baustelle ein wenig um-zusehen, großformatige Entwürfe der zukünftigen Angebote zu betrachten und sich dazu von den Verantwortlichen über die Details ins Bild setzen zu lassen.
Auch Gottfried Brandenburg und Architekt Heinrich Brinkhus erzählten bei einem kleinen Rundgang noch ein wenig über die Ausstattung des Bads. Das grundsätzlich barrierefreie Angebot erstreckt sich allein im Erdgeschoss auf 5.000 Quadratmeter. Da wären einerseits natürlich die Bäder selbst: ein Erlebnis-, Sport-, Kurs-, Lehrschwimm- und Kleinkindbecken sowie ein Saunaaußenbecken. Die Kinder freuen sich zudem über eine 80 Meter lange Röh-renrutsche.
Darüber hinaus entstehen auch Massageräume, Ruhe- und Liegezonen, ein Gastronomiebereich und ein zweigeschossiges Saunaangebot, das sich in seinen Einzelteilen thematisch auf den Rhein bezieht: Hierzu zählen ein Dampfbad und vier Saunen, zu denen unter anderem eine Kajütensauna im Bootsstil mit Blick auf den Yachthafen und eine Bootshaussauna gehören, die nicht nur von einem Teich umgeben sein wird, sondern auch einen Blick auf den Rhein ermöglicht.
Apropos Blick: Eine schöne Aussicht soll es überall im Kombibad geben. Zudem werde das Bad „sehr wohnlich mit Holz gestaltet“, wie Brinkhus erzählt. „Eigentlich hat es nur Schokoladenseiten“, sagt er mit hörbarer Freude. Die Eröffnung ist für das Jahr 2024 vorgesehen. Thomas LangerLegten dem Kombibad noch eine Zeitkapsel zugrunde: (v.l.) Martin Christoph (Geschätsführer Städtische Bäder), Ludger Hovest (Aufsichtsratsvorsitzender) und Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. NN-Foto: Thomas Langer