Großes Tauffest für den evangelischen Kirchenkreis Kleve
Anmeldungen für den 14. Juni in Kevelaer bereits möglich
KREIS KLEVE/KEVELAER. Nach einer gelungenen Premiere in 2025 geht es im Juni mit dem zweiten Tauffest des evangelischen Kirchenkreises Kleve weiter: Im Kevelaerer Freibad gibt es am Sonntag, 14. Juni, um 11 Uhr wieder Gelegenheit zur Taufe oder Tauferinnerung. Eingeladen sind Interessenten im gesamten evangelischen Kirchenkreises Kleve. Anmeldungen sind bereits möglich, Infoabende folgen noch.
Sieben Taufen waren es im vergangenen Jahr, sechs sind schon jetzt für 2026 angemeldet. Der Ansatz kommt offenbar an, aber nicht nur bei den Täuflingen und ihren Familien. So erinnert sich Klaus Schürmanns vom Bäderverein Kevelaer noch gut an die „vielen neugierigen Zuschauer“ unter den Badegästen. Dazukommen ist auch im Juni wieder ausdrücklich erlaubt. Eine sichtbare Trennlinie zum regulären Betrieb soll es nicht mehr geben – höchstens vielleicht in geschmückter Form. „Es soll niemand ausgeladen sein“, betont die Issumer Vikarin Cristina Kielich, die sich mit Pfarrerin Yvonne Brück (Geldern/Issum) und Pfarrerin Karin Dembek (Kevelaer) erneut um die Durchführung der Taufen und Tauferinnerungen (eine Segnung) kümmert. Sollte es besonders viele Täuflinge geben, stünde bereits weitere Unterstützung aus Goch und Issum bereit, verraten die drei.
Wie letztes Jahr wird das Tauffest mit einem kurzen, von einer Band unterstützten Gottesdienst auf der Wiese hinter dem als Taufbecken dienenden Nichtschwimmerbecken eingeleitet. Bei den anschließenden Taufen richten sich die drei Frauen gerne nach den Wünschen der Täuflinge und ihrer Familien. Bedeutet: Egal ob untertauchen, Wasser auf den Kopf oder mit der Taufschale außerhalb des Beckens: Die Durchführung ist flexibel. „Man darf auch ins Wasser rutschen“, wirft Kielich ein. Und auch wenn die Taufe im laufenden Betrieb – also äußerst öffentlich – vonstatten geht: „Schon 2025 hatte jede Taufe eine Intimität für sich“, sagt Dembek.
In Vorbereitung auf das Tauffest sollen in den Regionen Nord, Süd, Ost und West des Kirchenkreises ab Ende Mai jeweils auch Infoveranstaltung stattfinden. Weitere Infos werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Ein kleines Rahmenprogramm ist ebenfalls in Vorbereitung, verrät Yvonne Brück. 2025 konnten die kleinen Gäste beispielsweise Armbänder selbst basteln. Die Täuflinge und ihre Familien bekommen an diesem Tag zudem freien Eintritt ins Freibad. „Nach der Veranstaltung dürfen sie natürlich auch noch dableiben“, sagt Kielich. „Es ist alles ein Teil vom Gottesdienst“, sagt Brück, „und damit von einer Feier des Lebens.“ Man wolle grundsätzlich schauen, wo die Bedarfe liegen und was die Familien brauchen. „Und das hier ist eine Form davon.“
Ohne weitere Hilfe ist so ein Fest aber kaum machbar. Umso mehr freuen sich die drei Frauen und der Kirchenkreis wieder über die Unterstützung der Stadt Kevelaer, des Bädervereins und der Feuerwehr. So sollen auch wieder zusätzliche Wasseraufsichten bereitgestellt werden, verrät Andreas Baers, Abteilungsleiter Schulen und Sport in Kevelaer. „Wir werden hier wunderbar betreut und begleitet“, lobt Yvonne Brück die Hilfen.
Für Klaus Schürmanns, der die Idee zum Tauffest damals an Pfarrerin Karin Dembek angetragen hatte, hat die Veranstaltung über den eigentlichen Zweck hinweg noch einen weiteren Vorteil: „So können viele Menschen das schöne Freibad kennenlernen.“
Brück und ihre Kolleginnen freuen sich auf den Besuch im Freibad noch aus anderen Gründen. „Es ist schön, als Kirche an einem Ort zu Gast zu sein, wo das Leben stattfindet“, sagt Brück. Kielich verweist ihrerseits auf pragmatische Vorteile in Form von Niederschwelligkeit. Mit Blick auf den gelegentlichen Lärm des sehr jungen Nachwuchses seien die Sorgen der Eltern im ohnehin geschäftigen Freibad geringer als bei einer Taufe in der stillen Kirche.
Anmeldungen für das Tauffest sind möglich unter www.kirchenkreis-kleve.de/veranstaltungen/tauffest.html.
Laden den evangelischen Kirchenkreis Kleve zum 2.Tauffest ins Freibad Kevelaer ein: (v.l.) Klaus Schürmanns, Vikarin Cristina Kielich (Issum), Pfarrerin Yvonne Brück (Geldern/Issum), Andreas Baers und Pfarrerin Karin Dembek (Kevelaer). NN-Foto: Thomas Langer