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Für zunächst ein Jahr wird Ronda Lommel nun in Goch tätig sein. NN-Foto: CDS
3. Oktober 2024 · Corinna Denzer-Schmidt · Goch

Große Vorfreude auf ihre Aufgaben als Pfarrerin in Goch

Ronda Lommel wird am 5. Oktober im Gottesdienst in der Evangelischen Kirche ordiniert

GOCH. Seit dem 1. Oktober hat Goch eine weitere Pfarrerin: Ronda Lommel. Die 32-Jährige wird feierlich am 5. Oktober um 15 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes in der Evangelischen Kirche in Goch von Pfarrer Robert Arndt ordiniert.

„Das ist der Ritterschlag zur Pfarrerin“, freut sich Lommel bereits auf diesen besonderen Moment. Für den Gottesdienst konnte sich Ronda Lommel viel Musik wünschen, die von Pop-Kantorin Anne Hartmann im Gottesdienst umgesetzt wird. „Das war klasse“, ist Lommel schon gespannt auf das Ergebnis. Besonders freut sie sich auf das Stück „I will follow him“, bekannt aus dem Film „Sister Act“. „In diesem Lied stecken so viel Energie und Freude“, erklärt Ronda Lommel hinzu. Für sie symbolisiert die Ordination das „Ja“ zu Gott und zu ihren zukünftigen Aufgaben als Pfarrerin.

Ronda Lommel wurde in Olpe im Sauerland geboren und wuchs dort auf. Ihr Studium der evangelischen Theologie führte sie nach Bonn, Göttingen und Bochum. „Daheim in Olpe ist es zwar auch sehr ländlich, aber hügelig, deshalb fahre ich lieber hier am Niederrhein Fahrrad“, erklärt sie mit einem Schmunzeln.

Im April 2021 trat sie ihr Vikariat in der Gemeinde Goch an. „Pfarrerin Rahel Schaller war meine Mentorin“, erzählt Lommel, „so habe ich den Niederrhein und die Gemeinde kennengelernt.“ Die Corona-Pandemie machte ihr Vikariat zu einer besonderen Herausforderung: „Ich erinnere mich noch an meine Vorstellung: Rahel Schaller und ich standen allein in der Kirche und haben in den Bildschirm gewunken.“

In dieser Zeit arbeitete Lommel auch an der St. Georg-Schule, wo sie gemeinsam mit den Kindern lernen durfte. Nach ihrer Zeit in Goch, hängte sie noch ein Jahr in Berlin an. Dort arbeitete sie für die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung sowie für die Aktion „Brot für die Welt“. „Für mich war es der Blick aus der ‚Vogelperspektive‘ auf das, was in Sachen Kirche in Deutschland geht und wie aktives Arbeiten aussieht“, erklärt sie rückblickend.

Für zunächst ein Jahr wird Ronda Lommel nun in Goch als Pfarrerin tätig sein. Sie freut sich schon darauf, Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten zu übernehmen. „Ich merke, wie wichtig diese Aufgabe ist“, sagt sie. Die Quintessenz lautet für Ronda Lommel: „Meine eigene Geschichte höre ich in der großen Geschichte.“ Auch ein kleines Projekt im Bereich der Erwachsenenbildung könnte sie sich vorstellen, denn die Kirche besteht für sie aus aktiven Menschen, mit denen sie gemeinsam Kirche bauen will.

Lommel betont, dass man das Ehrenamt mutiger machen müsse. „Ehrenamtler sollen keinesfalls als ‚Lückenbüßer‘ gesehen werden, weil hauptamtliche Kräfte weniger werden. Die Menschen haben aus ihrer Lebens- und Glaubenserfahrung viel zu berichten und beizutragen,“ so Lommel.

Der Unterschied zwischen einer Vikarin und einer Pfarrerin liege für sie in der Verantwortung: „Als Vikarin durfte ich alles machen, auch zum ersten Mal; als Pfarrerin bin ich selbst verantwortlich. Als Vikarin habe ich laufen gelernt, nun laufe ich allein.“

Ein Teil ihrer Aufgaben wird es sein, den Assessor als Vertreter des Superintendenten zu unterstützen. Bekanntlich ist der bisherige Superintendent Hans-Joachim Wefers nach 30 Jahren aus dem Amt geschieden, und ein Nachfolger wird auf der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Kleve am 8./9. November gewählt.

An Goch schätzt Lommel besonders die Begegnungen und das persönliche Miteinander. Sie beschreibt die Ordination als einen schönen Übergang, bevor der Gemeindedienst richtig beginnt. „Ich freue mich auf die vielen neuen und bekannten Gesichter und darauf, gemeinsam mit der Gemeinde den Weg in die Zukunft zu gehen“, so die frischgebackene Pfarrerin abschließend.

Für zunächst ein Jahr wird Ronda Lommel nun in Goch tätig sein. NN-Foto: CDS

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