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FDP-Fraktionschef Jan Itrich im Gewerbegebiet Süd: „Glasfaser-Anschluss darf kein Standortvorteil bleiben, sondern muss Standard werden. Foto: FDP Kevelaer
25. Juni 2025 Von NN-Online · Kevelaer

Glasfaseranschluss für Gewerbegebiet gefordert

FDP: „Standortnachteil nicht länger hinnehmbar“

KEVELAER. Die FDP-Fraktion im Kevelaerer Stadtrat drängt auf eine deutliche Beschleunigung des Glasfaserausbaus im Stadtgebiet. Im Fokus steht dabei insbesondere das Gewerbegebiet Süd, das nach Angaben der Fraktion weiterhin nicht ans Glasfasernetz angeschlossen ist. Ein Zustand, den FDP-Fraktionschef Jan Itrich als „nicht zeitgemäß und wachstumshemmend“ bezeichnet.

„Ein Gewerbegebiet ohne gigabitfähige Anbindung ist im Jahr 2025 ein klarer Standortnachteil“, so Itrich. „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist eine stabile und leistungsstarke Internetverbindung heute nicht nur wünschenswert, sondern existenziell.“

Konkret fordert die FDP, dass die Stadt ein Maßnahmenpaket zum gezielten Glasfaserausbau entwickelt. Neben einer transparenten Erfassung des Ausbaustands sollen dabei auch mögliche Eigeninitiativen der Stadt, etwa durch den städtischen Bauhof oder lokale Förderprogramme geprüft werden. Auch die Beteiligung von ansässigen Unternehmen an möglichen Bauarbeiten wird angeregt.

Dass eine Lösung über die Deutsche Telekom bislang nicht in Sicht ist, bezeichnet die FDP als ernüchternd. „Die wirtschaftliche Zurückhaltung der Anbieter mag nachvollziehbar sein, darf aber nicht das letzte Wort sein“, betont Itrich. „Wenn die privatwirtschaftliche Erschließung scheitert, muss die Kommune handeln, notfalls mit eigenen Mitteln oder im Schulterschluss mit Land und Bund.“

Neben der infrastrukturellen Erschließung setzt die FDP auch auf mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung. So soll eine digitale Ausbaukarte auf der städtischen Website Auskunft über den aktuellen Stand geben. Ergänzend schlägt die Fraktion Informationskampagnen, Dialogformate mit Bürgern und Unternehmen sowie ein Unternehmerforum Glasfaser vor.

Langfristig solle der Glasfaserausbau als Teil einer strategischen Digitalagenda für Kevelaer gedacht werden, inklusive Themen wie E-Government, Smart City und digitaler Bildung. „Kevelaer darf sich nicht abhängen lassen“, heißt es im Antrag. Der flächendeckende Zugang zu schnellem Internet sei eine Frage der Daseinsvorsorge und Grundvoraussetzung für moderne Verwaltung, Arbeitswelt und Bildung.

FDP-Fraktionschef Jan Itrich im Gewerbegebiet Süd: „Glasfaser-Anschluss darf kein Standortvorteil bleiben, sondern muss Standard werden. Foto: FDP Kevelaer

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