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Abb.: Bernd Jansen, André Thomkins, Daniel Spoerri, Dieter Roth, Wohnung Spoerri über der Eat Art Ga-lerie, Burgplatz, Düsseldorf, 1968 © Bernd Jansen © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
5. Januar 2026 Von NN-Online · Bedburg-Hau

Gespräch in der Ausstellung

Düsseldorfer Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre

BEDBURG-HAU. Am Samstag, 17. Januar, um 15.30 Uhr findet ein Gespräch zwischen dem Fotografen Bernd Jansen und der Kuratorin Dr. Susanne Rennert in der Ausstellung „Das ist ja überhaupt alles sehr beweglich. Joseph Beuys & Fluxus“ statt. Hierbei thematisieren sie die Düsseldorfer Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre.

Im Gespräch mit Rennert erinnert Jansen an Aktionen und Ereignisse, die besonders inspirierend und prägend waren. Ein Fokus liegt dabei auf Joseph Beuys und Daniel Spoerris legendärer Eat Art Galerie am Burgplatz in Düsseldorf. Ein anderer auf Jansens eigenem künstlerischen Werdegang und seiner Verbindung von Fotografie, Skulptur und Performance. Das Gespräch findet in der Ausstellung statt, wo in der Sektion „Post-Fluxus im Umfeld der Düsseldorfer Kunstakademie & Studentenbewegung (1967–1974)“ im Raum 5 zahlreiche Fotografien von Bernd Jansen als Leihgaben präsentiert werden. „Es war eine sehr spannende Zeit, eine Entdeckungsreise auch für mich. Und auch ein Neuanfang für die deutsche Kunst.“ (Bernd Jansen)

Bernd Jansen ist mit dem Niederrhein eng verbunden. Die ersten Lebensjahre verbrachte er in Kleve, wo seine Mutter – deren Archiv sich heute im Museum Kurhaus Kleve befindet – als Kunsthistorikerin und Journalistin tätig war. Jansens Vater war von 1945 bis zu seiner Berufung ins Innenministerium Düsseldorf Landrat in Kleve. Er hatte als Jurist, Ökonom und hoher Ministerialbeamter entscheidenden Anteil am Wiederaufbau der öffentlichen Verwaltung in Nordrhein-Westfalen nach 1949. Bernd Jansen zählt zu den bedeutendsten internationalen Protagonisten künstlerischer Fotografie. Während er noch bei Otto Steinert an der Essener Folkwangschule studierte, machte ihn seine 1968 begonnene Serie der Porträts aus der Düsseldorfer Kunstszene bekannt. Der Beginn seiner Karriere als Fotograf fiel exakt in jene Jahre, in denen sich Düsseldorf zu einem Kristallisationskern internationaler Kunst entwickelte: Mit Daniel Spoerri, Robert Filliou, Dieter Roth, Dorothy Iannone, Marcel Broodthaers u.a. zogen ab 1968 zahlreiche internationale Künstler:innen nach Düsseldorf, deren konzeptuelle, aktionistische und intellektuelle Energien die lokale und regionale Kunstszene einige Jahre lang enorm bereicherten. Parallel dazu wirkte Joseph Beuys als einflußreicher Lehrer an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo – vor dem Hintergrund der Studentenbewegung – Themen wie Demokratisierung, Partizipation und Emanzipation die Professoren- und Studierendenschaft polarisierten.

Kosten: sechs Euro pro Person, ermäßigt drei Euro, Museumskids 2,50 Euro, jeweils plus Museumseintritt.

Abb.: Bernd Jansen, André Thomkins, Daniel Spoerri, Dieter Roth, Wohnung Spoerri über der Eat Art Ga-lerie, Burgplatz, Düsseldorf, 1968 © Bernd Jansen © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

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