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Vom Staft über Bier und Büffelmozzarella bis hin zur Hanf-Bratwurst: Die Produktpalette vom Niederrhein ist vielfältig. NN-Foto: SP
15. Januar 2024 · Xanten

Genuss vom Niederrhein in der Hauptstadt

Die Genussregion Niederrhein ist ab Freitag abwechselnd mit 15 Betrieben auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vertreten

KREIS WESEL. Der Niederrhein steht nicht nur für beeindruckende Landschaften und tolle Rad- und Wanderwege, sondern auch für Genuss. Die unterschiedlichen Produkte, die in der Region entwickelt und produziert werden, sollen aber nicht nur am Niederrhein bleiben, sondern raus in die Welt gebracht werden. 2007 gründete sich deshalb die Genussregion Niederrhein, die den Landwirten und Produzenten sowohl bei der Vermarktung als auch beim Netzwerken hilft. Zum elften Mal präsentiert sich der Verein ab kommenden Freitag bis zum 28. Januar unter dem Motto „Niederrheinische Wertschöpfung: Vom Acker auf den Teller und ins Glas“ auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

15 Betriebe und Organisationen aus Hamminkeln, Kleve, Kranenburg, Schermbeck, Wesel, Xanten, Bocholt, Raesfeld, Rhede und Walbeck vertreten die niederrheinische Region in der Bundeshauptstadt. „Wir können sehr stolz auf unsere regionale Lebensmittelerzeugung sein“, sagt Kreis Wesels Landrat Ingo Brohl. Niederrheinische Produkte würden auch im Land Nordrhein-Westfalen zu den führendsten ihrer Art gehören. „Wir sind diesbezüglich eine der spannendsten Regionen – deshalb kommt unsere Landwirtschaftsministerin (Silke Gorißen aus Bedburg-Hau; Anm. d. Red.) ja auch aus der Region“, fügt Brohl mit einem Schmunzeln hinzu. Ernster wird der Landrat jedoch, wenn er auf die seit mehr als eine Woche andauernden Bauernproteste zu sprechen kommt. „Die Landwirte verdienen unsere Solidarität“, bekräftigt Brohl. Auch während der Internationalen Grünen Woche in Berlin, der Fachmesse für landwirtschaftliche Erzeugnisse, seien die Bauernproteste und die angekündigte Rücknahme von Subventionen für die Landwirtschaf sicherlich noch ein Thema.

Die Genussregion Niederrhein möchte ab Freitag jedoch ihre selbst erzeugten heimischen Produkte in den Fokus rücken und einem breiteren Publikum vorstellen. Das Land Nordrhein-Westfalen wird mit mehr als 100 Ausstellerinnen und Ausstellern vertreten sein. Zehn Tage lang werden an 23 Messeständen auf etwa 1200 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine Fülle an nordrhein-westfälischen Produkten präsentiert. 15 Betriebe und Organisation des Vereins Genussregion Niederrhein sind mit dabei und wechseln sich tageweise ab.

Den Anfang macht am Freitag der Hofstaat der Walbecker Spargelprinzessin. Freitag und Samstag wird Walter Bräu aus Wesel, die Feldschlösschen Brauerei aus Hamminkeln sowie der Büffelhof Kragemann aus Bocholt vor Ort sein. Letzterer wird in Berlin verschiedene Arten Büffelmozzarella anbieten – darunter etwa einem mit Trüffel – und eine Abfrage starten, welcher den Besucherinnen und Besuchern am besten schmeckt. Walter Bräu wird derweil mit dem Niederrheinischen Weizenbier das erste hundertprozentige Weizenbier mit einem Alkoholanteil von 2,5 Prozent präsentieren.

Weiter geht es am Sonntag mit dem Hof Rülfing aus Rhede und dem Moerenhof aus Xanten. Das Lippeschlösschen aus Wesel ist am kommenden Montag erneut mit von der Partie und einen Sauerbraten mit Soße zur Verköstigung anbieten. Neu dabei sein darf die Hanf-Erzeugergemeinschaft Rhede (HEG), die am Montag und Dienstag unter anderem einen Hanf-Senf und Hanf-Bratwürste vorstellen wird. Die Konsumenten brauchen aber keine Angst vor einem Rausch zu haben, denn der THC-Gehalt sei unter dem messbaren Limit, wie die HEG versichert.

Für die Obstkellerei van Nahmen aus Hamminkeln geht die Reise nächste Woche Donnerstag ebenfalls zum wiederholten Mal nach Berlin. Sie präsentiert selbstverständlich ihre Säfte und feiert dazu noch das 30-jährige Jubiläum vom Aufpreisprojekt. Gemeinsam mit dem NABU engagiert sich van Nahmen für den Schutz heimischer Streuobstwiesen. „Uns unterstützen inzwischen 350 Partner, die die Streuobstwiesen hegen und pflegen. Mittlerweile haben wir auf knapp 200 Hektar knapp 22.000 Bäume“, sagt Peter van Nahmen. Wesels Stadtentdeckerin Ingeborg Deselaers-Pottgießer wird nächste Woche Donnerstag und Freitag den Saft der Privatkelterei als Teil einer ihrer Führungen anbieten, die sie vor Ort vorstellen wird.

Neben der Niederrhein Westfälischen Braumanufaktur aus Hamminkeln (23. Januar), dem Bauer Graaf aus Schermbeck (24. Januar), der Kornbrennerei Böckenhoff aus Raesfeld (24. Januar) werden auch Aurora Kaas aus Kranenburg (26. und 27. Januar) sowie „DAD – Die am Deich“ aus Kleve (27. und 28. Januar) Teil der Internationen Grünen Woche in Berlin sein. Das Besondere bei Aurora Kaas ist, dass die selbstproduzierten Milcherzeugnisse mit Milch aus einer Kuhgebundenen Aufzucht hergestellt werden. Dabei bleiben die Kälber zwölf Wochen bei der Kuh. „Das ist wie eine Art Kindergarten für Kälber“, sagt Esther Halfmann. Das Tierwohl stehe einfach an oberster Stelle und das schmecke man auch. Das Demeter-Produkt „Mama-Kuh-Käse“ soll in Berlin ganz besonders in den Mittelpunkt gerückt werden. „Die am Deich“ setzt sich dagegen besonders für eine regionale Bio-Wertschöpfungskette ein und möchte die Bio-Region Niederrhein mit ihrem vorbildlichen Angebot vertreten. Sabrina Peters

Vom Staft über Bier und Büffelmozzarella bis hin zur Hanf-Bratwurst: Die Produktpalette vom Niederrhein ist vielfältig. NN-Foto: SP

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