Franziska Rütjes und Nicole Ritter von Papillon bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen im Kreis Kleve.
28. September 2026 Von NN-Online · Niederrhein

Gemeinsam statt allein: Offener Austausch über seelische Gesundheit

Selbsthilfe-Kontaktstelle und Papillon laden am 14. Oktober in die Hochschule Rhein-Waal ein

KREIS KLEVE. Was hilft, wenn die seelische Gesundheit aus dem Gleichgewicht gerät? Wo finden Betroffene und Angehörige Unterstützung? Und wie können wir einander besser zur Seite stehen? Diesen Fragen widmet sich am Mittwoch, 14. Oktober, von 17 bis 19 Uhr eine offene Veranstaltung in der Hochschule Rhein-Waal in Kleve. Anlässlich der bundesweiten Woche der seelischen Gesundheit laden die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen im Kreis Kleve und Papillon bereits zum vierten Mal zu Information, Austausch und Begegnung ein. Willkommen sind alle Menschen aus dem Kreis Kleve, unabhängig davon, ob sie selbst betroffen sind, sich als Angehörige, Freunde, Nachbarn oder aus dem beruflichen Kontext heraus für das Thema interessieren. Zwei Impulsvorträge geben erste Einblicke: Tobias Budde berichtet aus der Perspektive eines Betroffenen. Dr. med. Sonja Baumsteiger, Fachärztin für Nervenheilkunde, ergänzt die medizinische und fachliche Sicht. Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen, hilfreiche Unterstützung und mögliche Wege zu passenden Angeboten.

Ergänzt werden die Impulsvorträge durch Informationstische zu regionalen Hilfsangeboten. Verschiedene soziale Träger, Initiativen und weitere Akteure stehen ebenso für Gespräche bereit wie Betroffene und Angehörige. So entsteht Raum, um unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen, Fragen zu stellen und Kontakte zu knüpfen. „Ein starkes Netzwerk kann entscheidend sein, wenn Menschen Unterstützung benötigen. Mit der Veranstaltung möchten wir Begegnungen ermöglichen, Berührungsängste abbauen und den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtern“, erklären die Veranstalter.

Die bundesweite Woche der seelischen Gesundheit findet 2026 bereits zum 20. Mal statt. Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander: für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ setzt sie ein Zeichen für Offenheit, Zusammenhalt und einen vorurteilsfreien Umgang mit psychischen Erkrankungen. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Räume sind stufenlos erreichbar. Die Veranstaltenden danken der Hochschule Rhein-Waal für die kostenfreie Bereitstellung der Räume sowie den Krankenkassen und Krankenkassenverbänden in Nordrhein-Westfalen für die finanzielle Unterstützung.

Franziska Rütjes von der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen im Kreis Kleve (l.) und Nicole Ritter von Papillon. Foto: privat

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