Gemeinsam gegen den demografischen Wandel
Verkehrs- und Heimatverein Kessel lädt zur öffentlichen Veranstaltung ein
KESSEL. Der Verkehrs- und Heimatverein Kessel lädt am Dienstag, 25. Februar, um 19 Uhr, ins „Haus am See-GochNess“, Klosterweg 136 ein, um über den aktuellen Status des Projektes „Dorfentwicklung Kessel 2030“ zu berichten. Es soll auch gemeinsam darüber gesprochen werden, wie in Kessel und auch anderswo zukünftig noch besser mit dem Thema Pflege- und Pflegebedürftigkeit umgegangen werden kann.
Mit diesem Themenkreis beschäftigen sich die meisten Menschen erst viel zu spät. Das kann auch ein Grund sein, warum oftmals nur noch die stationäre Pflege infrage kommt, obwohl dies hätte verhindert werden können. Auch in Kessel wollen die Menschen im Alter möglichst in der vertrauten Umgebung ihres Wohnortes leben und bleiben können. Das gilt auch dann, wenn sie pflege- und hilfsbedürftig werden. Der Verkehrs- und Heimatverein möchte diesen Wunsch so gut wie möglich unterstützen. Aus diesem Grund spielt dieses Thema auch in dem „Dorfentwicklungskonzept Kessel 2030“ eine große Rolle, das im Ort mit großer Beteiligung der Bürger entwickelt wurde und weitergeführt wird.
Zwei Experten
Der Verkehrs- und Heimatverein freut sich, für diesen Abend zwei Experten gewonnen zu haben, die in ihren Vorträgen ausführen werden, dass die pflegerische Versorgung in den nächsten Jahren noch deutlich schwieriger werden wird. Sie haben aber auch eine Vielzahl von Lösungen dabei, die bereits in anderen Orten in Deutschland erfolgreich umgesetzt werden konnten. Dr. Ralf Tebest wohnt selbst in Kessel und ist überzeugt davon, dass die pflegerische Versorgung zukünftig nur noch vor Ort in den Städten und Gemeinden sichergestellt werden kann. Welche gesetzlichen und organisatorischen Regelungen dabei berücksichtigt werden müssen, weiß der Fachautor, Hochschuldozent und kommunale Pflegeplaner ganz genau.
Torsten Anstädt hat bereits deutschlandweit Konzepte für mehrere Dorfgemeinschaften entwickelt, in denen die Menschen auch im Alter und/oder mit Pflegebedürftigkeit so lange leben können wie sie wollen. Er wird berichten, wie dies auch in Kessel zukünftig gelingen könnte.
Beide Referenten halten Kessel außerdem für sehr gut geeignet, einer der Standorte eines über die nächsten drei Jahre landesweit geförderten Projektes zu werden, bei dem die pflegerische Versorgung in unterschiedlichen Städten und Gemeinden gezielt weiterentwickelt wird. Auch darüber werden sie berichten. Es wird außerdem ausreichend Zeit für Fragen und einen gemeinsamen Austausch zur Verfügung stehen. Interessierte sollten diese Chance nutzen, über ein Thema zu sprechen, das – wenn dies nicht jetzt schon der Fall ist – für jeden früher oder später eine der größten Herausforderungen des Lebens werden kann. Der VHV erwartet viele interessierte Gäste und freut sich auf Fragen und einer Diskussion nach den Vorträgen.