Gemeinsam bis zuletzt
Caritas lädt am Welthospiztag zum Infotag über Hospiz und Palliativversorgung ein
GELDERN. Was hilft, wenn das Leben zu Ende geht? Welche Unterstützung gibt es für schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen? Und wie lässt sich der eigene Wille für den Fall absichern, dass man selbst nicht mehr entscheiden kann? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt der Infotag „Gemeinsam bis zuletzt“, zu dem der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst und das Palliativ-Pflegeteam des Caritasverbands Geldern-Kevelaer anlässlich des Welthospiztages einladen.
Die Veranstaltung findet am Samstag, 10. Oktober, von 11 bis 16 Uhr in der Caritas-Tagespflege Geldern, Mühlenweg 35, statt. Interessierte jeden Alters sind eingeladen, sich über Hospizarbeit und Palliativversorgung zu informieren, praktische Angebote kennenzulernen und mit haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
Wünsche und Bedürfnisse sind individuell
Der Welthospiztag steht 2026 unter dem Motto „So bunt wie das Leben. Hospiz“. Damit rückt die Hospizbewegung die Vielfalt menschlicher Lebenswege und Lebensrealitäten in den Mittelpunkt. Denn auch am Lebensende sind die Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen jedes Menschen individuell. Hospizliche Begleitung und Palliativversorgung möchten dazu beitragen, schwerstkranke und sterbende Menschen entsprechend ihrer persönlichen Situation und ihren eigenen Vorstellungen zu begleiten. „Viele Menschen beschäftigen sich erst dann mit Hospizbegleitung und Palliativversorgung, wenn sie selbst oder jemand aus ihrem nahen Umfeld unmittelbar darauf angewiesen ist. Mit unserem Infotag möchten wir dazu ermutigen, sich früher und ganz ohne Berührungsängste mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Es geht um das Leben – und darum, wie wir Menschen auch in ihrer letzten Phase gut begleiten können“, sagt Franziska Eickmans, Koordinatorin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes.
Vortragsprogramm
Beim Infotag in Geldern erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm. In mehreren Vorträgen geht es um Themen, die viele Menschen beschäftigen: Unter dem Titel „Ambulant gut begleitet – Was tun, wenn das Leben zu Ende geht?“ wird über Möglichkeiten der Begleitung und Unterstützung zu Hause informiert. Einen Einblick in die unterschiedlichen Formen des Abschieds und der Bestattung gibt die Firma Bestattungen Keunecke beim Thema „Bestattungsvielfalt“. Ein weiterer Vortrag beschäftigt sich mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht – zwei wichtigen Instrumenten, um den eigenen Willen frühzeitig festzuhalten und für Situationen vorzusorgen, in denen man selbst keine Entscheidungen mehr treffen kann.
Praktisches Erleben
Auch das praktische Erleben kommt nicht zu kurz. In einer Ausstellung können Besucher unter anderem Aromapflege selbst ausprobieren und verschiedene praktische Möglichkeiten kennenlernen, die schwerkranke und sterbende Menschen im Alltag unterstützen und zu ihrem Wohlbefinden beitragen können. „Palliative Pflege bedeutet weit mehr als die Versorgung körperlicher Beschwerden. Entscheidend ist, den ganzen Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen im Blick zu behalten und gemeinsam zu schauen, was ihm in seiner jeweiligen Situation guttut und Lebensqualität schenkt“, erklärt Birte Bensikaddour, Leiterin des Palliativ-Pflegeteams. „Beim Infotag möchten wir ganz praktisch zeigen, welche Möglichkeiten der Unterstützung es gibt und wie viel auch mit kleinen Dingen bewirkt werden kann.“
Darüber hinaus gibt es verschiedene Aktionen für Groß und Klein. Bei Kaffee und Kuchen besteht während des gesamten Infotages Gelegenheit zu einem ungezwungenen Austausch – mit Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen ebenso wie mit anderen Besuchern.
Mit dem Infotag möchten der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst und das Palliativ-Pflegeteam zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten der Begleitung und Unterstützung es am Lebensende gibt, Berührungsängste abbauen und dazu ermutigen, miteinander über Sterben, Abschied und Vorsorge ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen gibt es beim Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Caritas unter Telefon 02831/ 1322944 oder per E-Mail: hospizdienst@caritas-geldern.de.