Gemeinde Issum bekämpft Eichenprozessionsspinner
Auch Privateigentümer können eine Behandlung gegen die Insekten fordern
ISSUM. Auch in 2024 wird wieder mit einem starken Aufkommen der Eichenprozessionsspinner gerechnet. Wie in den Vorjahren wird ein von der Gemeinde Issum beauftragtes Unternehmen ab Ende April damit beginnen, etwa 609 gemeindeeigene Bäume zu behandeln, die an besonderen Standorten wie Spielplätzen, Schulhöfen, öffentlichen Plätzen und in Erholungsgebieten stehen.
Die Behandlung wird sowohl per Helikopter aus, als auch vom Boden durchgeführt. Als Mittel kommt ein Präparat mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis zum Einsatz, das biologisch abbaubar und für Bienen ungefährlich ist. Auch für Menschen ist das Mittel ungefährlich, nach der Behandlung können alle Flächen direkt wieder begangen werden.
Mit diesen vorbeugenden Maßnahmen wird erreicht, dass die Raupen die behandelten Blätter fressen und verenden, bevor sie in das Larvenstadium kommen, in dem sie die für Menschen gefährlichen Nesselhaare entwickeln. Sollten sich trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen an Bäumen Eichenprozessionsspinner zeigen, so werden an diesen Bäumen die Nester im Sommer mechanisch abgesaugt und angesammelt. Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass auch viele private Eichen ebenfalls massiv betroffen waren und sich deren Eigentümer Hilfe suchend an die Gemeinde Issum gewandt haben.
Die Gemeinde Issum bietet daher privaten Grundstückseigentümern an, sich an den vorbeugenden Bekämpfungsmaßnahmen mittels Spritzungen zu beteiligen. Interessierte Eigentümer können sich bis Freitag, 5. April per E-Mail unter karla.Cleven@Issum.de oder telefonisch unter 02835/1045 an die Gemeinde Issum wenden.
Anzugeben sind Name, Anschrift, Anzahl der Eichen sowie eine kurze Beschreibung der Zugänglichkeit des Baumes.
Die von der Gemeinde Issum abgefragten und gesammelten Daten werden dann an die zuständigen Unternehmer weitergeleitet. Die Absprachen zu den konkreten Maßnahmen auf den Privatgrundstücken und die Rechnungstellung erfolgen dann unmittelbar zwischen den Eigentümern und dem Unternehmer.
Die Privateigentümer, bei denen im letzten Jahr bereits eine vorbeugende Behandlung mittels Spritzung ihrer Eichen durch das beauftragte Unternehmen durchgeführt wurde, werden direkt angesprochen, ob eine erneute Behandlung erwünscht ist.
Eine Übernahme der Kosten oder Zuschüsse für die Behandlung privater Bäume erfolgen seitens der Gemeinde Issum nicht.