Gelungene Drei-Tages-Fahrt
Für 46 Sonsbecker kfd-Frauen ging es in Richtung Norden
SONSBECK. Die kfd Sonsbeck hatte wieder einmal, wie alle zwei Jahre, eine Drei-Tages-Fahrt organisiert und für 46 kfd-Frauen ging es in diesem Jahr Richtung Norden: Nachdem es in den vergangenen Jahren bereits nach Königswinter und Hameln ging, fuhren die kfd-Frauen in diesem Jahr nach Bremen, Bremerhaven und Worpswede.
Der erste Tag der Reise bot eine Stadtführung in Bremen. Zuerst ging es in das mittelalterlich anmutende Schnoorviertel und zur 108 Meter langen, weltberühmten Kulturdenkmalgasse „Böttcherstraße“, die, obwohl im zweiten Weltkrieg zerstört, heute wieder ein einmaliges Beispiel für die Architektur des Expressionismus darstellt. Ein Besuch, ein Orgelkonzert und Momente der Stille schlossen sich im Bremer Dom an. Selbstverständlich wurde auch bei den Bremer Stadtmusikanten Halt gemacht. ,Danach ging es für die kfd-Frauen auf die Weser: Die modernen Bauten der neuen Wohnbebauung im Hafen von Bremen und die Container-Anlagen boten eindrucksvolle Bilder.
Der zweite Tag der Reise führte nach Bremerhaven. Dort besuchten die kfd-Frauen das Auswandererhaus, das den sieben Millionen Auswanderern, die über Bremen bzw. Bremerhaven im 19. und 20. Jahrhundert Europa verlassen haben und in Übersee, in Amerika und auch in Australien, wieder Fuß fassen mussten, gewidmet ist. Jeder Besucherin wurde ein Chipkarte ausgeteilt, die es erlaubte die verschiedenen Stationen, die die Auswanderer vom Besteigen der Ozeandampfer in Bremerhaven bis zu ihrer Ankunft und ihrem weiteren Leben in der neuen Heimat eindrucksvoll nachzuvollziehen.
Der letzte und dritte Tag stellte den Besuch des Ortes Worpswede dar. In drei Gruppen wurden die kfd-Frauen durch den Ort geführt und lernten so den Ort mitten im sogenannten Teufelsmoor, dessen Ursprünge bereits im 14. Jahrhundert liegen, kennen. Seit 1889 gilt Worpswede als Künstler-Kolonie, als die Künstler Fritz Overbeck, Hans am Ende und Otto Modersohn beschlossen, sich in der eindrucksvollen Moorlandschaft niederzulassen. Die Malerin Paula Modersohn-Becker lebte ebenfalls in der Künstler-Kolonie, deren 150. Geburtstag zurzeit mit einer großen Ausstellung in Bremen gefeiert wird. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof in Worpswede.
Natürlich kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz und bot Gelegenheit zu vielen Gesprächen und Begegnungen unter den kfd-Frauen. Auch ohne DJ und Technik, nur mit Einsatz der eigenen Stimmen wurden die Abende zu einem Event! Ein nicht zu unterschätzendes Angebot der katholischen Frauenbewegung!