Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.OKWeitere InformationenCookies Auflistung
Angela Jentjens (l., Kommissarische Leiterin Bürgerbüro), Tanja Angenendt (, Inklusionsbeauftragte) und Nadine Schönfelder (r., Gleichstellungsbeauftragte) machen auf die „Stille Stunde“ im Bürgerbüro aufmerksam.Foto: Stadt Geldern/Gossens
17. März 2025 Von NN-Online · Geldern

Gelderner Bürgerbüro führt „Stille Stunde“ ein

Hilfe für beeinträchtigte Bürger / Ab sofort montags von 16 bis 17 Uhr

GELDERN. Sie sind auf den ersten Blick nicht sichtbar, können betroffene Menschen in ihrem Alltag aber stark einschränken. Menschen mit einer neurodivergenten Erkrankung wie Autismus oder ADHS können durch Situationen, in denen laute Geräusche oder viele Menschen um sie herum sind, schnell an einer Reizüberflutung leiden. Diese Situationen können Betroffene stark überfordern. Abhilfe schaffen kann die „Stille Stunde“, die die Stadt Geldern ab sofort montags zwischen 16 und 17 Uhr im Bürgerbüro anbietet.

„Situationen, die für die meisten von uns alltäglich sind, können für manche Menschen eine große Reizüberflutung verursachen und dafür sorgen, dass sie mit der Situation gar nicht oder nur schlecht zurechtkommen“, erklärt Tanja Angenendt, Inklusionsbeauftragte der Stadt Geldern. „Wir möchten diesen Menschen daher anbieten, zur ,Stillen Stunde´ zu uns ins Bürgerbüro zu kommen, in der es ihnen möglich ist, mit stark reduzierten Reizen die Angebote des Bürgerbüros wahrzunehmen.“

Während der „Stillen Stunde“ wird die Musik im Bürgerbüro ausgestellt und das Deckenlicht – bei guten Lichtverhältnissen – ausgeschaltet. Zudem ist in dieser Stunde nur ein Schalter geöffnet, sodass Menschenmengen reduziert werden. Darüber hinaus werden die Computer-Desktops und Displays soweit es geht ausgestellt. „Bei uns im Bürgerbüro kann es sehr voll und damit auch lauter werden. Diesen Zustand möchten wir zunächst ein Mal pro Woche für eine Stunde ändern“, erklärt Angela Jentjens, kommissarische Leiterin des Bürgerbüros. „Wir schauen uns an, wie die ,Stille Stunde‘ angenommen wird und können uns perspektivisch vorstellen, den Zeitraum, in dem sie angeboten wird, zu verlängern.“

Ziel der Aktion ist neben der Alltagserleichterung für Menschen mit einer neurodivergenten Erkrankung, dass Barrieren im Alltag weiter abgebaut werden und nicht sichtbare Beeinträchtigungen wie ADHS oder Autismus in der Gesellschaft weiter an Akzeptanz gewinnen.

Bereits seit April vergangenen Jahres bietet der Supermarkt Rewe in Geldern auf Initiative der Stadt Geldern hin mittwochs zwischen 19 und 22 Uhr die „Stille Stunde(n)“ an. In dieser Zeit sind die Lichter gedimmt und die Musik wird ausgestellt. Auch Durchsagen werden in diesem Zeitraum nicht gemacht. Darüber hinaus werden mehrere Kassen geöffnet, um einen schnellen Ablauf zu garantieren und Menschenansammlungen zu vermeiden.

Angela Jentjens (l., Kommissarische Leiterin Bürgerbüro), Tanja Angenendt (, Inklusionsbeauftragte) und Nadine Schönfelder (r., Gleichstellungsbeauftragte) machen auf die „Stille Stunde“ im Bürgerbüro aufmerksam.Foto: Stadt Geldern/Gossens

Prospekte
weitere Artikel