Gedenkstätte zur kommunalen Neuordnung eingeweiht
Gemeinsame Aktion der Heimatvereine Sonsbeck, Kervendonk-Kervenheim und Uedem
UEDEM. Vor 50 Jahren hat das Land Nordrhein-Westfalen die Kreise neu eingeteilt. An der Schwarzen Straße 144 in Sonsbeck stießen 1975 die Kreise Moers, Geldern und Kleve aneinander. Die Heimatvereine aus Sonsbeck, Kervenheim-Kervendonk und Uedem kamen überein, durch Aufstellung eines Grenzsteins an den früheren Zustand zu erinnern.
Durch das Förderprogramm „Leader“ konnte ein 400 Kilogramm schwerer Basaltstein aufgestellt werden, der mit den Wappen und den Grenzen der Gemeinden Sonsbeck, Kevelaer und Uedem verziert worden ist. Auch die ehemaligen Gemeinden Uedemerfeld, Uedemerbruch, Kervenheim und Labbeck bis 1969 sind dort dargestellt.
Die Veränderungen bei den Kreisen in den zurückliegenden 200 Jahren wurden auf einer Tafel dargestellt, ebenso wie die Einteilung der Gemeinden vor und nach 1969. So kann man erkennen, aus welchen alten Bürgermeistereien die jetzigen Kommunen entstanden sind. Eine Sitzgruppe ergänzt den neu geschaffenen Platz. Die Gedenkstätte wurde kürzlich in Anwesenheit von zahlreichen Gästen durch die Bürgermeister der beteiligten Städte und Gemeinden Kevelaer, Dr. Dominik Pichler; Sonsbeck, Nadine Bogedain und Uedem, Rainer Weber, der Öffentlichkeit übergeben. Aus Essen waren Prof. Irmgard Hantsche und Harald Krähe von der Universität Essen erschienen, die sich mit den Territorialgrenzen am Niederrhein beschäftigten. Auch waren die beteiligten Firmen wie Gartenbaubetrieb Lange, Uedem und Steinmetz van Huet & Weber aus Sonsbeck vertreten. Michael Lehmann, Vorsitzender des federführenden Heimatvereins Uedem: „Der Grenzstein enthält wichtige Informationen für den Heimatkundeunterricht in den Schulen in Kevelaer, Sonsbeck und Uedem und für die Bürgerinnen und Bürger, die mehr über ihre Heimat erfahren wollen. Der neue Platz wird zudem von vorbeikommenden Radfahrern für eine Pause genutzt werden können.“