Gedenken in Groesbeek
Erinnerung an Zerstörung, Verlust und Neuanfang: 81 Jahre Operation Market
NIEDERRHEIN. Im Rahmen der diesjährigen Gedenkwoche zu „81 Jahre Operation Market Garden“ fand am 17. September in der Kirche von Breedeweg (Groesbeek) eine eindrucksvolle Gedenkveranstaltung statt. Gemeinsam mit den Airborne Vrienden Groesbeek und dem Verein Mosaik Kleve erinnerten Kinder und Enkelkinder an die schweren Erfahrungen ihrer Eltern und Großeltern beim Wiederaufbau nach der Rückkehr aus der Evakuation im Frühjahr 1945.
Eine Delegation der 82nd Airborne Division nahm ebenso teil wie deren Chor, der die Feierstunde musikalisch begleitete. Von deutscher Seite waren unter den Gästen unter anderem Bürgermeister Ferdi Böhmer (Kranenburg), Vertreter des Heimat- und Verkehrsvereins Donsbrüggen, der Verein Mosaik Kleve sowie der stellvertretende Bürgermeister Josef Gietemann (Kleve). Auch Honorarkonsul Fredi Heinzel und Vertreter der Euregio Rhein-Waal nahmen an der Gedenkfeier teil. Die Veranstaltung machte eindringlich deutlich, wie wichtig die Erinnerung an Zerstörung, Verlust und Neuanfang bleibt – gerade für die nachfolgenden Generationen.
Vor der Kirche von Breedeweg steht nun die Figur des „Toten Soldaten“ – ein Relief, das ursprünglich vom Gelände von Schloss Gnadenthal in Donsbrüggen stammt. Der Heimat- und Verkehrsverein Donsbrüggen übergab es den Airborne Vrienden Groesbeek als Geschenk und Symbol der Verbundenheit.
Die Holzskulptur war während des Zweiten Weltkriegs an einer zerstörten Gefechtsstellung in Donsbrüggen aufgestellt und erinnerte dort an die Kämpfe im Reichswald, an Market Garden und an die Operation Veritable. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die Figur vor dem Zerfall gesichert und in Donsbrüggen verwahrt. Am 29. Juni fand sie schließlich ihren Platz an der Gedenkstätte Alliierter Soldaten an der St. Antonius van Padua-Kerk in Breedeweg – als Ausdruck der Sehnsucht nach Frieden.