Frischer Wind für den Klimaschutz
Caritasverband Geldern-Kevelaer entwickelt eigenes Schutzkonzept
GELDERLAND. Klimaschutz soll dort künftig noch stärker zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags werden. Dafür sorgt seit dem Frühjahr Dr. Sarah Hasstedt als neue Klimaschutzbeauftragte. In den kommenden zwei Jahren wird sie gemeinsam mit den Einrichtungen und Diensten ein Klimaschutzkonzept entwickeln, das nicht in der Schublade verschwinden, sondern Schritt für Schritt umgesetzt werden soll.
Zunächst wird analysiert, wo der Verband heute steht und an welchen Stellen sich Treibhausgasemissionen einsparen lassen. Auf dieser Grundlage werden konkrete Maßnahmen mit klaren Zuständigkeiten und einem Zeitplan entwickelt. Ein erster Konzeptentwurf soll nach einem Jahr vorliegen, rund sechs Monate später eine Fassung, mit der bereits erste Projekte umgesetzt werden können.
Für Dr. Sarah Hasstedt steht dabei fest: Klimaschutz ist keine zusätzliche Aufgabe, sondern muss selbstverständlich in Entscheidungen und Arbeitsabläufe einfließen. Ob beim Energieverbrauch von Gebäuden, bei der Mobilität oder bei der Beschaffung – überall gibt es Möglichkeiten, nachhaltiger zu handeln.
„Klimaschutz ist kein Luxus“
„Die Verbindung von ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit war für mich der entscheidende Grund, diese Aufgabe zu übernehmen“, sagt Dr. Sarah Hasstedt. „Klimaschutz ist kein Luxus. Gerade Menschen, die ohnehin mit finanziellen oder gesundheitlichen Belastungen leben, bekommen die Folgen des Klimawandels besonders deutlich zu spüren. Deshalb gehört das Thema auch zu einer sozialen Organisation wie der Caritas.“
Der Caritasverband sieht darin einen wichtigen Teil seines gesellschaftlichen Auftrags. Denn Hitzewellen, steigende Energiekosten oder Extremwetter treffen nicht alle Menschen gleichermaßen. Wer über wenige finanzielle Reserven verfügt, krank oder pflegebedürftig ist, leidet häufig besonders unter den Folgen. Klimaschutz bedeutet deshalb auch, soziale Verantwortung zu übernehmen und die Lebensbedingungen künftiger Generationen im Blick zu behalten.
Hasstedt setzt auf die Ideen und Erfahrungen der Mitarbeiter. „Wir haben jeden Tag viele kleine Stellschrauben in der Hand: beim Einkauf, beim Umgang mit Ressourcen oder bei der Mobilität. Jede einzelne Veränderung mag klein erscheinen. Zusammengenommen können sie jedoch viel bewirken.“
Der Prozess wird durch das Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement des Caritasverbandes begleitet. So soll sichergestellt werden, dass der Klimaschutz dauerhaft in den Strukturen des Verbandes verankert wird – nicht als zeitlich begrenztes Projekt, sondern als selbstverständlicher Bestandteil verantwortungsvollen Handelns.