Fraktionen stimmen für eigenständige Schule
Weitere Schritte in der kommenden Ratssitzung
Die Zusammenarbeit der beiden Schulstandorte habe nicht wirklich funktioniert. Die Unterschiede in der Eltern- und der Schülerschaft waren so groß, dass man nie wirklich von einer Schule sprechen konnte. Die Gemeinde Kerken investierte in den letzten Jahren viel in eine bauliche Gestaltung und Ausstattung des Teilstandorts in Aldekerk, was jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führte.
Die Koordination der beiden Standorte, vor allem im Hinblick auf angepasste Stundenpläne und zwischen den Standorten pendelnde Lehrkräfte, misslang. Ein Lehrermangel führte zu überdurchschnittlich hohen Unterrichtsausfällen und weitgehendem Wegfall des Nachmittagsunterrichts in Aldekerk. Unter dem Strich sei die Zusammenarbeit gescheitert.
Im Gegensatz zu den im Schulentwicklungsplan zu Grunde liegenden Zahlen sind alle im Schulausschuss vertretenen Fraktionen überzeugt, dass im Einzugsbereich um Kerken eine Dreizügigkeit, nicht nur zum Start, sondern auch dauerhaft möglich sei. Ein Beweis dafür seien unter anderem die hohen Anmeldezahlen zu Beginn der Zusammenarbeit in der Gesamtschule. Der nicht so gute Ruf der Gesamtschule Krefeld-Hüls habe zum Nachlassen dieser Zahlen beigetragen. Die Elternschaft in Kerken sei sehr interessiert und engagiert und auch aus den Gemeinden Issum, Rheurdt, Wachtendonk und sogar aus der Stadt Geldern sei mit Interessenten zu rechnen, die sich für den Charme einer kleineren Schule entscheiden.
Daher werden CDU, Grüne, BVK und SPD in der Ratssitzung am Mittwoch, 3. September, den Bürgermeister beauftragen, die Eltern zu informieren, zu ihren Interessen zu befragen und Beschulungsvereinbarungen mit den Gemeinden Issum und Rheurdt anzustreben. Gemeinsam mit je einem Vertreter der Ausschussfraktionen soll er außerdem kurzfristig eine Schulträgerberatung bei der Bezirksregierung in Anspruch nehmen. Ziel der Kerkener Politik ist eine eigenständige Schule.