Foto-Ausstellung im Liebfrauen-Berufskolleg
Studenten möchten über Umgang mit Menschen mit Behinderung aufklären
Den Studentinnen ist es ein großes Anliegen, für Öffentlichkeit zu sorgen und so ein Bewusstsein zu schaffen für die Situation der Menschen, ob sie nun sichtbare oder nicht-sichtbare Behinderungen haben. Lea Wenig bringt es auf den Punkt: „Ein Mensch ist mehr als nur seine Behinderung und möchte auch so gesehen werden. Das zeigen die ausgestellten Plakate. Besonders gut finde ich, dass die Betroffenen hier selber zu Wort kommen können und nicht nur über sie geredet wird.“
Die angehenden Heilerziehungspflegerinnen möchten zudem darüber aufklären, welche unterschiedlichen Formen von Behinderung es gibt und Wissen darüber vermitteln, sodass sich die Besucher der Ausstellung mit dem Thema auseinandersetzen. „Dafür möchten wir die Menschen sensibilisieren“, erklärt Johanna Schwitalla. Zugleich möchten sie mit der Ausstellung auch auf ihre eigene Arbeit und die Ausbildung aufmerksam machen. Denn angehende Heilerziehungspfleger begleiten Menschen aller Altersstufen, die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. „Diese Menschen haben ein Recht auf Teilhabe an unserer Gesellschaft, daher erlernen unsere Schülerinnen und Schüler sozusagen einen ,Menschenrechtsberuf‘, da sie genau diese Teilhabe ermöglichen“, sagt Bildungsgangleiter Andreas Mäteling.
Die Ausstellung „Mensch ist mehr“ ist bis Freitag, 28. Juni, in den Fluren des Liebfrauen-Berufskollegs an der Weseler Straße 15 in Geldern zu besichtigen. Eine Anmeldung ist für Einzelbesucher nicht erforderlich. Es ist sinnvoll, ein Mobiltelefon mitzubringen, um über den QR-Code an den Plakaten mehr zu den abgebildeten Personen zu erfahren.
Schulklassen und andere Gruppen, die sich die Ausstellung ansehen möchten und gegebenenfalls Interesse an einer Führung durch die Studenten der Fachschule für Heilerziehungspflege haben, können sich an das Sekretariat unter Telefon 02831/97610100 wenden.