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Natürlich gehörte der Auftritt des Gocher Prinzenpaares, Sebastian I. und Mareike III. vom AKV Vallis Comitis mit zum Programm. Foto: privat
9. Februar 2026 Von NN-Online · Goch

Flüstersitzungen begeistern in Goch und Umgebung

Pumpengemeinschaft Vrouwenpoort lässt den ursprünglichen Karneval aufleben

GOCH. Mit ihren Flüstersitzungen hat die Pumpengemeinschaft Vrouwenpoort erneut eindrucksvoll gezeigt, dass Karneval auch ohne große Bühnen, Technik und Lautstärke funktioniert.

Bewusst wurde bei allen Veranstaltungen vollständig auf Mikrofone, Lautsprecher und elektronische Effekte verzichtet. Stattdessen stand das direkte Miteinander im Mittelpunkt – nah, persönlich und authentisch, so wie Karneval früher gefeiert wurde. Vor jeweils überschaubarem, aber begeistertem Publikum präsentierten sich Büttenredner, Musiker und Aktive vollkommen unverstärkt. Stimmen, Instrumente und Pointen wirkten dadurch unmittelbarer, das Publikum rückte – noch – enger zusammen und hörte genauer zu. Die unverstärkten Darbietungen führten keineswegs zu Zurückhaltung – im Gegenteil: Ständige Lachsalven und begeisterter Applaus erfüllten die Räume. Für die Akteure entstand eine besondere Atmosphäre der Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Toll eingeschlagen haben die „Flüstersitzungen onderwäges“, die kürzlich bereits zum zweiten Mal stattfanden. An einem einzigen Tag wurde dasselbe Programm an drei verschiedenen Orten aufgeführt: im Stammlokal „Poorte Jäntje“, in den Lokalitäten „bei Regi“ in Hommersum und in der Ostkirche in Pfalzdorf. Damit dieses Konzept funktionierte, reisten die Akteure von Auftritt zu Auftritt, das Programm blieb inhaltlich weitgehend gleich, wurde jedoch jeweils in unterschiedlicher Reihenfolge präsentiert. Das abwechslungsreiche Programm lebte von einer gelungenen Mischung aus Wortbeiträgen, Zwiegesprächen und Musik. In der Bütt standen unter anderem der in Prosa sprechende Schlopmötz David Steinert, der stadtbekannte Telefonierer Wim Spans, Hans Miesen als jemand „von achter de Pohl“ mit Gesang und Witzen im holländischen Akzent sowie Achim Verrieth, der als „Kick-Marie van Tegenöver“ das Publikum begeisterte. Für besondere Dynamik sorgte zudem ein fetziges Zwiegespräch der flinken Fünkchen Isi Felling und Greta Görtz. Als über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Stimmungskanone war Georg Jansen als „ne Janze“ ein Lachsalvengarant.

Musikalisch wurde das Programm stimmungsvoll ergänzt durch die Band K6, die komplett unplugged spielte, sowie durch den Gocher Musikverein. Selbstverständlich gehörten auch das Gocher Prinzenpaar mit Garde fest zum Programm und sorgten an allen drei Spielorten für karnevalistische Höhepunkte.

Die Idee zu diesem mobilen Format entstand aus dem Büttenrednerstammtisch „Geck satt“, der den Großteil der Büttenredner stellt. Die gesamte Organisation und Logistik der drei Veranstaltungen übernahm die Vrouwenpoort, während die örtlichen Veranstalter sich um die Räumlichkeiten, den Kartenverkauf sowie eine Sitzungsleitung kümmerten. Insgesamt zeigten sich rund 600 Narren bei allen Flüstersitzungen begeistert vom Konzept. Viele Besucher bezeichneten die Veranstaltungen als wohltuende Alternative zu großen Prunksitzungen oder stark Musiklastigen Zeltveranstaltungen.

Georg Jansen brachte es am Ende des Tages auf den Punkt mit der Aussage: „Heute, mit diesen drei Auftritten, war der schönste Tag meiner gesamten Karnevalskarriere.“

Das Publikum spendete ein ums andere Mal begeistert Applaus. NN-Foto: Gerhard Seybert

Das Publikum spendete ein ums andere Mal begeistert Applaus. NN-Foto: Gerhard Seybert Foto: Gerhard Seybert - 47608 Geldern

Natürlich gehörte der Auftritt des Gocher Prinzenpaares, Sebastian I. und Mareike III. vom AKV Vallis Comitis mit zum Programm. Foto: privat

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