Fledermausführung an der Niers begeistert
GOCH. Bei sonnig-warmem Wetter trafen sich zwölf neugierige Kinder und Erwachsene an der Maria-Magdalena-Kirche in Goch um Fledermäuse hautnah zu erleben. Fledermausspezialist Hermann-Josef Windeln zeigte zunächst acht präparierte Fledermausarten. Alle Anwesenden staunten über die winzigen Körper von vier bis acht Zentimetern Länge und das minimale Gewicht von normalerweise fünf bis siebenGramm – so viel wie ein DIN-A-4-Blatt. Nach vielen Fragen um die nachaktiven Tiere ging es dann entlang der Niers unter eine Brücke.
Pünktlich beim Aufleuchten der Straßenlaternen erschienen die ersten Zwergfledermäuse. Sie jagten – zum Erstaunen der Gäste – sehr lautstark im Schatten der Bäume. Die Laute kamen allerdings aus den Fledermausdektektoren, die die Ultraschalllaute erst hörbar machen. Eine Dame drückte sich an einen Brückenpfeiler, weil es ihr nicht ganz geheuer war, ob nicht doch eine Fledermaus gegen ihr Gesicht fliegen könnte. Ein Mädchen versuchte dagegen, die hautnah vorbeifliegenden Fledermäuse zu fangen. Die Flugakrobaten flogen allerdings geschickt an den Händen vorbei und auch die Dame an Pfeiler blieb unbehelligt. Es war ein beeindruckendes Schauspiel, das niemand so erwartet hatte. Auf dem Rückweg zeigten sich in der Dunkelheit noch viele Nutrias, die zum Teil Junge hatten.
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