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Scheckübergabe an die Tafel in Duisburg.Foto: privat
26. September 2024 Von NN-Online · Kerken

Finanzielle Unterstützung und hohe Wertschätzung

Neun Benefizradfahrer radelten von Kerken durch das Ruhrgebiet

KERKEN. Fünf Tage Kindertafeln, fünf Tage sehr unterschiedliche Erfahrungen und Eindrücke: Die renaturierte Emscher, perfekt restaurierte Industriedenkmäler, gut ausgebaute Radwege durch grüne Landschaften, das Bermuda-Dreieck in Bochum, der bunte, internationale Markt am Nordmarkt im Dortmunder Norden.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite sieht so aus: In Gelsenkirchen erhalten rund 65.000 Menschen staatliche Unterstützung. Darüber hinaus schmiert die Tafel dort jeden Morgen 800 Brote für bedürftige Kinder. Die Tafel in Bochum-Wattenscheid unterstützt etwa 3.000 Familien. In Duisburg packen die Mitarbeiter jeden Vormittag 1.000 Frühstückspakete für Schulkinder. Dass Menschen, insbesondere Kinder, in Deutschland Hunger leiden müssen, ist ein Skandal. Darauf wollten die Benefietser auf ihrer Tour durch das Ruhrgebiet aufmerksam machen. An allen fünf Standorten in Krefeld, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und Duisburg, diskutierten sie mit den Kooperationspartnern, der Verwaltung und den Politikern. Es war ihnen wichtig, neben der konkreten finanziellen Unterstützung von über 2.000 Euro pro Standort, auch die politische Forderung der Tafeln nach veränderter Strukturförderung in Einrichtungen wir KiTas und Grundschulen zu unterstützen. Die Geschäftsführerin vom Verein „Immersatt statt Nimmersatt“ betonte auf der Abschlussveranstaltung in Duisburg, dass es den Kindern in allen Einrichtungen „gut gehen“ muss. Die Radler „erfuhren“ nicht nur eine interessante Bildungsradtour durch das Ruhrgebiet, sondern lernten durch die Begegnungen mit den Tafel-Mitarbeitern viel über die Situation der Menschen, die auf das Tafelessen angewiesen sind. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Mitarbeiter der Tafel-Einrichtungen nicht nur eine Spende erhielten, sondern ebenfalls eine hohe Wertschätzung ihrer ehrenamtlichen Arbeit erfuhren. In einem funktionierenden Gemeinwesen ist gegenseitige Unterstützung notwendig und selbstverständlich. Insofern wünschen sich die Tafeln, zusätzlich zur finanziellen auch personelle Unterstützung.

Scheckübergabe an die Tafel in Duisburg.Foto: privat

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