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Julian Yacoub Mourad hat über seine Erlebnisse als Geisel der IS ein Buch geschrieben. Foto: privat
24. September 2024 Von NN-Online · Wesel

Erzbischof aus Syrien besucht den Niederrhein

Er ist am kommenden Samstag beim Friedensgebet zu Besuch

GINDERICH. Fünf Monate war Yacoub Mourad Geisel des IS in Syrien. Als syrisch-katholischer Mönch wurde er aus seinem Kloster Mar Elian entführt. Fünf lange Monate überlebte er – ausgesetzt der Willkür, der Gewalt, dem Psycho-Terror der IS-Schergen. In seinem Buch „Ein Mönch in Geiselhaft“ beschrieb er seine Hafterlebnisse als Pater Jacques Mourad.

Nun kommt der Geistliche, der im Januar 2023 zum Erzbischof vom Homs ernannt wurde und wieder in sein Kloster nach Syrien zurückging, auf Einladung der Kevelaerer Aktion pro Humanität (APH) zum Friedensgebet am kommenden Samstag, 28. September, um 15 Uhr in St. Mariä-Himmelfahrt, Wesel-Ginderich wieder an den Niederrhein. APH unterstützt die notleidende Bevölkerung in der Region Homs immer wieder mit Hilfsgütern, finanziellen Hilfen zur Beschaffung von Heizmaterial etc. Ein kleines Team der APH hatte den syrischen Geistlichen wenige Monate nach seiner Befreiung in einem kleinen Kloster in Cori, unweit von Rom, getroffen und hält seitdem Kontakt zu ihm. „Eine besondere, sehr freundschaftliche Beziehung hat sich in den letzten Jahren entwickelt“, so APH-Vorsitzende, die Kevelaerer Medizinerin Dr. Elke Kleuren-Schryvers.

APH hat mit Hilfe von Freunden, Förderern und Spendern nun eine „mobile Praxis“ möglich gemacht, ein umgebautes Auto, das ausgerüstet ist und wird mit medizinischem Equipment, um die Bevölkerung in der Erzdiözese Homs medizinisch grundzuversorgen.

Die mobile Praxis wird Erzbischof Mourad nun offiziell übergeben und dann auf den Weg nach Syrien gebracht.

Das Friedensgebt in St. Mariä Himmelfahrt wird musikalisch mitgestaltet vom Gospelchor Confidence. Im Anschluss sind alle zum kleinen Imbiss ins Pfarrheim zur Begegnung, zum Beisammensein und zum Gespräch eingeladen. Eintritt zu allem ist frei.

Julian Yacoub Mourad hat über seine Erlebnisse als Geisel der IS ein Buch geschrieben. Foto: privat

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