Erweiterung des Salzabbaus im Kreis Wesel: Infoveranstaltung für Bürger
Ein Netzwerk von Klägern möchte die Bürger am Sonntag informieren
KREIS WESEL. Am kommenden Sonntag, 3. August, findet um 16 Uhr eine Informationsveranstaltung zur genehmigten Erweiterung des Salzabbaus statt. Veranstaltungsort ist die Remise Schloss Ossenberg, Schlossstraße 81, in Rheinberg (Ossenberg). Diese Veranstaltung wird von einem Netzwerk von Klägern organisiert, die sich gegen die Erweiterung ausgesprochen haben.
Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürger und bietet ihnen die Möglichkeit, sich umfassend über die geplanten Erweiterungen und deren Auswirkungen zu informieren. Kompetente Referenten, darunter Dr. Karl Krebber-Hortmann von der Bürgerinitiative, Dipl.-Ing. Rainer Gellings vom Deichverband Duisburg-Xanten sowie der Bergbausachverständige Dipl.-Ing. Peter Immekus, stehen bereit, um Fragen zu beantworten und sich den Bedenken der Bürger zu stellen.
Hintergrund der Veranstaltung ist das seit 2019 laufende Verfahren bezüglich der genehmigten Erweiterungen des Salzbergbaus in verschiedenen Abbaugebieten rund um Alpen, Birten, Borth, Drüpt, Menzelen, Ossenberg, Sonsbeck, Veen, Wallach und Xanten. Die Kritiker bemängeln insbesondere die Gefährdung des Hochwasserschutzes, da Risiken für Deiche bestehen. Zudem wurde die Möglichkeit des Versatzbergbaus als Maßnahme zur Reduzierung von Senkungen nicht in Betracht gezogen. Weitere Kritikpunkte beinhalten Verstöße gegen das Naturschutzrecht, die Bedrohung von Lebensräumen sowie den Ausschluss der Öffentlichkeit bei Entscheidungsprozessen und das Fehlen einer langfristigen Vorsorge für kommende Generationen. Gegen den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Arnsberg wurde Klage beim Oberverwaltungsgericht Münster eingereicht. Zu den 14 Klägern gehören Träger öffentlicher Belange, Städte, Gemeinden, eine Bürgerinitiative und Privatpersonen, die sich gegen die geplante Erweiterung und deren potenziell irreversible Konsequenzen wehren.
Für weiterführende Informationen oder zur direkten Kontaktaufnahme stehen Interessierten die E-Mail-Adresse info@salzbergbaugeschaedigte.de sowie die Website www.salzbergbaugeschaedigte.de zur Verfügung. Die Veranstaltung verspricht, eine Plattform für einen konstruktiven Dialog und eine differenzierte Auseinandersetzung mit den vorgebrachten Anliegen zu werden.