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Die Teilnehmer des ersten Jugendhearings. Fotos (2): Stadt Xanten
19. April 2024 Von NN-Online · Xanten

Erstes Jugendhearing im Schützenhaus Xanten

Die Beteiligung der Jugendlichen soll in der Stadt Xanten gestärkt werden

XANTEN. Das erste Jugendhearing der Stadt Xanten fand im Schützenhaus statt. Aus dem politischen Auftrag heraus, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Xanten langfristig und nachhaltig zu stärken, wurden in den letzten Monaten in einer kleinen Planungsgruppe Ideen gesammelt und in Zusammenarbeit mit Frank Liffers von junge Stadt Köln e. V. ein Konzept zur Umsetzung eines Jugendhearings entwickelt. Mit dabei waren unter anderem Jugendliche aus Xantener Vereinen und Verbänden sowie die Schülervertretungen der weiterführenden Schulen.

Am vergangenen Freitag kamen dann über 40 Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren ins Schützenhaus. Aus jeder Jahrgangsstufe konnten zwei Schüler/innen teilnehmen, die für die Teilnahme am Jugendhearing vom Unterricht an diesem Tag freigestellt wurden. Im ersten Veranstaltungsteil in der Zeit von 9 bis 12.30 Uhr konnten die Jugendlichen ihre Vorstellungen, Wünsche und Ideen zum Thema Jugendbeteiligung in verschiedenen Teamarbeiten, Diskussionen und Gesprächen formulieren.

In Kleingruppen wurden die Jugendlichen kreativ und so entstanden auf unterschiedlichste Weisen „Xantener Bausteine“ für mehr Sichtbarkeit von Jugendlichen in der Stadt/in der Gesellschaft. Unter den beiden Sätzen „So setzen wir uns aktuell schon ein oder wollen/werden wir uns einsetzen für unsere Stadt Xanten!“ und „Das wünschen wir uns von Erwachsenen! So kann unser Engagement noch besser werden!“ formulierten die Jugendlichen Ihre Ideen.

Um 12.30 Uhr waren dann Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen sowie der Bürgermeister Thomas Görtz und die Fachbereichsleiterin Bildung, Sandra Bree, eingeladen zu dem Jugendhearing dazu zustoßen. Beim gemeinsamen Mittagessen kam man miteinander ins Gespräch und die Jugendlichen berichteten, womit sie sich am Vormittag auseinandergesetzt haben. Nach einem kurzen Interview mit dem Bürgermeister fand eine Plenumsdiskussion statt, wobei die Jugendlichen das Erarbeitete vorstellten. Beide Seiten konnten Fragen stellen und gemeinsam wurden erste Ideen entwickelt, wie Jugendbeteiligung in Xanten zukünftig erfolgreich gestaltet werden und funktionieren kann.

„Die Schülerinnen und Schüler waren sehr selbstreflektiert. Sie fragten nicht nur Unterstützung von Erwachsenen an, sondern sahen sich selbst in der Pflicht, aktiv zu werden und die vorhandenen Beteiligungsmöglichkeiten zu nutzen.“ Dieses Fazit zog Frank Liffers von junge Stadt Köln e. V., der als externer Moderator das Jugendhearing mit Jugendlichen vorbereitete und moderierte. „Knackpunkt ist – wie in anderen Kommunen auch –, dass Informationen über Beteiligungsmöglichkeiten die Zielgruppe Kinder und Jugendliche nicht erreichen. Kinder und Jugendliche kennen vielfach die Möglichkeiten und Dimensionen von Partizipation nicht. Daran müssen Fachkräfte der Jugendarbeit und Verwaltung gemeinsam arbeiten.“

Als konkretes Ergebnis wurde zunächst beschlossen, das nächste Bürgerforum am 29. Mai als „Jugendforum“ zu gestalten und in die JuKuWe zu verlegen. Hier können sich die Jugendlichen und die Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik weiter über die beim Jugendhearing vorgebrachten Ideen und Wünsche austauschen, wie beispielsweise die regelmäßige Veranstaltung eines Jugendhearings. Die entstandenen Kartons beziehungsweise „Xantener Bausteine“ sind für einige Wochen im Sitzungssaal des Xantener Rathauses sowie in der JuKuWe ausgestellt.

Die Ideen wurden auf Kartons festgehalten.

Die Ideen wurden auf Kartons festgehalten.

Die Teilnehmer des ersten Jugendhearings. Fotos (2): Stadt Xanten

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