Erfreulicher Rückblick und Ausblick auf Kommendes
Jahreshauptversammlung des Verkehrs- und Heimatvereins Kessel
KESSEL. Der Verkehrs- und Heimatverein Kessel hielt kürzlich seine turnusgemäße Jahreshauptversammlung im „Haus am See“ ab. Vor der Versammlung hatte Dr. Petra Bloom vom Landesverband der Gartenbauvereine einen Vortrag zum Thema: „Vorgartengestaltung - Klimafitter Vorgarten, pflegeleicht und artenreich statt Beton und Schotter“ gehalten. Wie das gelingt und welche Pflanzengemeinschaften für den jeweiligen Standort geeignet sind, wurde in dem Vortrag vorgestellt.
In der Begrüßung zur Mitgliederversammlung wurde dann Erfreuliches festgestellt: Der VHV wächst und hat aktuell 301 Mitglieder. Das Ziel des Vorstandsteams zur JHV 2026 über 300 Mitglieder zu haben wurde erreicht und es gab die versprochene Lokalrunde des Vorstandes für alle 50 Teilnehmer. Der 1. Vorsitzende dankte allen, die neue Mitglieder geworben haben und ermutigte zum Weitermachen. Von den circa 900 Haushalten in Kessel hat der VHV ein Drittel als Mitglied. Das Potenzial ist noch groß.
Nach dem Totengedenken und der Verlesung der Mitschrift der letzten Versammlung durch die Geschäftsführerin, Irmgard Kruse, wurde der mit Spannung erwartete Geschäftsbericht vorgelesen. Die zweimal im Jahr durchgeführten Müll-Sammelaktionen und die regelmäßige Arbeit der Straßenpaten zur Müllsammlung halten das Lieblingsdorf Kessel sehr sauber. Theo Peters, als Organisator dieser Aktionen, trug vor, wie alles entstanden ist und wie jetzt schon über viele Jahre das Straßenpaten-System funktioniert. Wer neuer Straßenpate werden möchte, kann sich beim VHV über die Homepage: www.spargeldorf-kessel.de melden. Es gibt wieder Straßen zu besetzen. Mit zweimal im Jahr stattfindenden Beetpflegeaktionen und der Arbeit der Paten für die diversen Grünanlagen wird versucht, den guten optischen Eindruck der Anlagen aufrecht zu erhalten. Hier wird dringend Unterstützung gebraucht, da auch die Beteiligung von Jahr zu Jahr zurück geht. Bernd Thönnesen bedankte sich ausdrücklich bei den Beetpflege-Paten und denen, die sich bei den Aktionen aktiv beteiligen.
Auch spontane Aktionen auf Eigeninitiative im März wurden gelobt. So hatten Peter Sinsbeck und der immer für den VHV aktive Paul Elbers die Bänke und Tische am Kaiser-Otto-Platz neu lackiert. Lars und Karl-Heinz Wagner haben mit ihrem Reinigungsmobil die Schilder in Kessel mit Hochdruck sauber gemacht. Klaus Wahl hatte an der Renaturierung die Flächen um die Bänke gereinigt und Susanne Gysbers hat das Dach am Aloisius-Bildstock repariert. Ulli Verrieth hat die Bäume am Dorfplatz gepflegt und Jupp Wissen die Hecken geschnitten.
Der Rückblick zeigte, dass die neueren Formate wie Besichtigungen, Reiseberichte, Vorträge, Wandern mit Kindern und das VHV-Familienfest auch 2025 wieder im Programm waren. Insgesamt gab es 19 Veranstaltungen in den letzten zwölf Monaten mit bewährten Angeboten wie Fahrradtouren, Oster-Rallye, Spargelmarkt im Pfarrgarten, Adventsmarkt „Weihnachten im Dorf“ am Dorfplatz und Mundartcafé. Das Mundartcafé, erstmals im „Haus am See“, brachte eine Rekordbeteiligung von 220 Teilnehmern und wird auch am 15. November wieder stattfinden.
Der VHV hat auch 2025/2026 wieder investiert, um das Lieblingsdorf Kessel noch attraktiver zu machen. Mit Hilfe des Miteinanderpreises der Stadt Goch wurde gerade eine Boulebahn an der Kirche fertiggestellt. Heiko Gebers als Organisator für die Boulebahngruppe lädt alle Interessierten herzlich ein zum Boulespiel. Im April wird dann auch die Fahrradlade- und Servicestation am Kaiser Otto Platz fertig. Ein weiteres Fitnessgerät, dass die Sparkasse Rhein-Maas gespendet hat, wird Mitte des Jahres am Bootsanleger aufgestellt.
Eines der wichtigsten Themen ist und bleibt die Dorfentwicklung. Im Rahmen des Konzeptes „Kessel 2030“ sind acht Arbeitskreise mit acht unterschiedlichen Schwerpunktthemen aktiv. Dr. Ralf Tebest berichtete über den aktuellen Stand des Projektes „Pflegequartier Kessel“. Am 12. Oktober wird es hierzu eine weitere Informationsveranstaltung im Haus am See geben. Bettina Trenckmann berichtete über die Aktivitäten im Arbeitskreis Mobilität, über die Mitfahrer-App, und dass ab April der Schnellbus auch in Kessel hält. Lars Wagner, der das Thema Dorfentwicklung koordiniert, versprach noch weitere Aktivitäten und Ergebnisse, die gerade in Planung sind.
Karl-Heinz Wagner als Schatzmeister berichtete über den guten Kassenbestand und zählte Ein- und Ausgaben auf. Trotz der hohen Ausgaben für die Projekte hat der VHV sehr positiv gewirtschaftet. Wagner bedankte sich für die Mitglieds- und Förderbeiträge und auch bei den Sponsoren des Kesseler Jahreskalenders, der durch Werbeeinnahmen auch 2026 kostenlos an alle Kesseler Haushalte verteilt werden konnte. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und Heinz van Baal empfahl der Versammlung den Vorstand zu entlasten. Das erfolgte einstimmig. Fons Defesch wurde als neuer Kassenprüfer gewählt, der 2027 mit Viola Rösner die Kasse prüfen wird.
Wiedergewählt wurde Heike Klösters als 2. Vorsitzende und die Beisitzer, Lars Wagner und Klaus Wahl. Bettina van Meegen wurde aus dem Vorstandsteam mit einem Blumenstrauß verabschiedet. Der 1. Vorsitzende bedankte sich bei ihr für die geleistet Arbeit in den letzten Jahren mit hohem Einsatz im Arbeitskreis „Gegen Windkraft im Reichswald“.
Der erste Vorsitzende, Bernd Thönnesen, bedankte sich besonders bei allen Mitgliedern des Vorstandsteams, bei den Leitern der Arbeitskreise, bei den vielen Paten und bei allen Helfern, Sponsoren und Förderern des VHV. Es war wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr für den VHV.
In diesem Jahr stand eine besondere Ehrung auf der Tagesordnung. Kessel ist seit 2006 Golddorf. Nach 20 Jahren wurden der damalige Vorstand und Helfervertreter geehrt. Dietlof Hendricks (1.Vorsitzender), Karl-Heinz Hegmann (2.Vorsitzender), Fons Defesch (Kassierer als Nachfolger von Helmut Menn, der leider verstorben ist), Irene van Baal (Geschäftsführerin), Norbert Wilder und das Ehepaar Karola und Rainer Brökleschen wurden mit lobenden Worten und Präsenten gehrt. Dietlof Hendricks berichtet von den damaligen Aktionen und der Neugestaltung von Anlagen in Grunewald und am Friedhof. Insbesondere der Kaiser Otto Platz und der von Haro Ross neu gestaltete Kaiser Otto Brunnen prägen Kessel bis heute. Bernd Thönnesen versprach im Namen des heutigen Vorstandsteams, dass dieses Anlagen auch künftig gepflegt werden und dass das Lieblingsdorf Kessel weiterentwickelt wird.
Der abschließende Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr 2026/2027 ist schon jetzt positiv mit vergleichbar vielen Angeboten, zum Beispiel einer fachkundige Führung durch die zwei Moorlandzellen und die Orchideenwiesen „De Diepen“ in den Niederlanden. Der schon jetzt sehr gute Kontakt zu der Nachbargemeinde in Ven-Zelderheide wird weiter ausgebaut, auch mit gemeinsamen Aktivitäten in 2026. Bei gegenseitigen Vorstands-Besuchen, die Ludger Pauls im März organisiert hat, konnten viele Anregungen gesammelt werden. Die Teilnehmer an der Versammlung waren sehr angetan, was alles geleistet wurde und was schon wieder geplant ist. Der VHV ist ein lebendiger Verein, der für sein „Lieblingsdorf Kessel“ arbeitet und einsteht.