Entwürfe im Stadthallen-Foyer
Ideen zur Innenstadt-Umgestaltung können jetzt besichtigt werden
KLEVE. Seit Dienstag ist die Ausstellung der Entwürfe zur Modernisierung und Umgestaltung der Klever Fußgängerzone eröffnet. Bürgermeister Wolfgang Gebing begrüßte im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung neben Vertretern des siegreichen Landschaftsarchitekturbüros, des Wettbewerbsmanagements, aus Politik und Wirtschaft auch zahlreiche interessierte Bürger in der Klever Stadthalle.
Dort sind noch bis nächste Woche Dienstag alle 13 eingereichten Entwürfe der Büros ausgestellt, die am Planungswettbewerb teilgenommen haben. Neben Übersichtsplänen und Detailansichten finden sich auf den einzelnen Stellwänden auch textliche Erläuterungen zu den Entwürfen sowie die schriftliche Urteilsbegründung der Fachjury. Bereits am Montag waren die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler zu einem exklusiven ersten Blick auf die Entwürfe eingeladen. Bürgermeister Gebing und Verena Rohde, Geschäftsführerin der WTM GmbH, machten deutlich, dass eine enge Absprache mit den Innenstadtakteuren besonders wichtig ist und diese stets in den weiteren Planungsprozess eingebunden werden. Zur Präsentation ihres prämierten Entwurfes war am Dienstagabend auch ein Team der wbp Landschaftsarchitekten GmbH anwesend. Nachdem sie die Urkunde zum ersten Platz im Planungswettbewerb von Bürgermeister Gebing erhalten hatten, erläuterten die Fachleute Herausforderungen der gegenwärtigen Innenstadtgestaltung und ihre kreativen Lösungen dafür.
Die Planungen sehen vor, den Grünanteil in der City deutlich zu erhöhen. Erreicht wird das durch grüne Bänder aus Verdunstungsbeeten mit schmalkronigen, klimaresistenten Bäumen. Auch Sitzgelegenheiten, Fahrradständer und Straßenlaternen werden darin integriert. Im Gegensatz zum aktuellen Baumbestand werden die Bäume größer und raumwirksamer sein und damit mehr kühlenden Schatten spenden. Anstelle der in die Jahre gekommenen Straßenbeleuchtung setzt der Siegerentwurf auf moderne Lichtstelen mit Strahlern für eine stimmungsvolle und gezielte Beleuchtung.
Der bestehende Klinkerbelag wird im Fischgrätverband neu verlegt und im Bereich der Plätze durch hellere Klinkersteine aufgelockert. Weiter ergänzt wird der Klinker durch eingefärbten Beton, der sowohl als Material für die Entwässerungsrinnen dienen wird als auch für Trittsteine in Gebäudeeingängen. Aus demselben Beton werden neue Wasserbecken für den Elsa- und den Kavarinerbrunnen gefertigt, die mit Sitzkanten zum Verweilen einladen. Ein völlig neues Wasserbecken ist um die Kurfürsten-Statue auf dem Dr.-Heinz-Will-Platz vorgesehen und wird ebenfalls dieser Gestaltungslinie folgen. Der Koekkoekplatz wird zudem durch ein Baumdach aufgewertet.
Anschließend bot die Veranstaltung gute Gelegenheiten dazu, mit den Anwesenden in den Austausch über die anstehende Umgestaltung der Innenstadt zu kommen. Gebing zog am Abend ein durchweg positives Fazit des durchgeführten Planungswettbewerbes: „Der Siegerentwurf schafft es, Kleves Innenstadt neu zu gestalten, ohne jedoch die Identität und den Charakter der Stadt zu verfälschen. So kann ich mir die Zukunft Kleves vorstellen und so kann sich die Stadt auch stolz den Besucherinnen und Besuchern der Landesgartenschau präsentieren“, so der Bürgermeister. Und weiter: „Ich war selbst Preisrichter in dem Wettbewerb und war von der Vielfalt der Arbeiten begeistert. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich Kleve in einigen Jahren präsentieren kann.“
Neben den genannten Planungen bietet die Ausstellung der Entwürfe noch viele weitere Einzelheiten zu entdecken. Zu den folgenden Zeiten kann die Ausstellung in der Klever Stadthalle besucht werden: am heutigen Freitag von 15 bis 17 Uhr, morgen, 1. November, von 14 bis 16 Uhr sowie Montag und Dienstag jeweils von 17 bis 19 Uhr.