Emmericher Ward: Projekte zeigen Erfolge
Wichtige Naturschutzmaßnahmen wie Fischzählungen und Totholz laufen
Klaus Markgraf-Maué, Projektleiter und Vorstandsmitglied der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein, betont die Bedeutung dieser Aktion: „Totholz ist eine essenzielle Lebensraumstruktur an Tieflandsflüssen, doch in unserer Region ist es leider kaum noch vorhanden. Durch die Ausbringung der Baumstämme schaffen wir geschützte Bereiche, in denen sich Fische und andere Wasserlebewesen ansiedeln können.“
Aufgrund der Gefahren für die Schifffahrt und den Hochwasserschutz müssen die Stämme fest verankert werden, um ein Abtreiben zu verhindern. Das WSA Rhein, vertreten durch den Leiter des Außenbezirks Emmerich, Martin Wolters, hebt die Bedeutung dieser Zusammenarbeit hervor: „Diese Maßnahme zeigt, wie wichtig die Kooperation zwischen unterschiedlichen Akteuren ist, um ökologisch wertvolle Lebensräume zu schaffen und zu erhalten.“
Zeitgleich wurde im Rahmen des Life-Projekts „Feuchtgebiet Emmericher Ward“ eine umfassende Erfassung der Fischbestände in den wiederhergestellten Auengewässern durchgeführt. Dieses Projekt wird durch EU-Life-Mittel gefördert und zielt darauf ab, die Lebensräume für die Fischfauna des Rheins zu verbessern. „Die ersten Ergebnisse der Befischung sind vielversprechend“, erklärt Markgraf-Maué. „Wir konnten hohe Fischdichten feststellen, was zeigt, dass die Maßnahmen greifen. Jetzt gilt es, die Entwicklung dieser Lebensräume weiter zu beobachten und zu optimieren.“ Durchgeführt wird diese Erfolgskontrolle von Experten der Firma Limnoplan, die die Fische nach Arten erfassen, zählen und vermessen. „Die gewonnenen Daten liefern wertvolle Erkenntnisse über die Funktion der Gewässer im Lebenszyklus der Fische und werden uns helfen, zukünftige Maßnahmen noch gezielter zu gestalten“, so Markgraf-Maué weiter.
Mit diesen Projekten leisten die Nabu-Naturschutzstation Niederrhein und das WSA Rhein einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Rhein. Die Zusammenarbeit verschiedener Akteure und die wissenschaftliche Begleitung durch Fachleute sind dabei entscheidend, um langfristig positive Effekte für die Natur und die Umwelt zu erzielen.