Elternabend zu digitaler Gewalt im Bürgerhaus Rees
FDP-Reihe „Wir müssen reden“: Experten beleuchten Warnsignale, Prävention und rechtliche Maßnahmen gegen Cybermobbing und Cyber-Grooming.
REES. Cybermobbing, Cyber-Grooming und andere Formen digitaler Gewalt sind für viele Kinder und Jugendliche längst Teil ihres Alltags. Wie Betroffene und Angehörige Warnsignale erkennen, richtig reagieren und Unterstützung finden können, steht im Mittelpunkt eines Informations- und Elternabends am Dienstag, 13. Oktober, im Bürgerhaus Rees, Markt 2.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Wir müssen reden“ der FDP Rees statt und beginnt um 18 Uhr. Ende ist gegen 21 Uhr. Eingeladen sind Eltern, Lehrkräfte und Schüler sowie alle interessierten Bürger. Der Eintritt ist frei.
Im Mittelpunkt des Abends stehen drei unterschiedliche Perspektiven auf digitale Gewalt. Den Auftakt um 18.10 Uhr macht Horst Groß, Leiter der Außenstelle Wesel des Weißen Rings. Aus Sicht der praktischen Opferhilfe spricht er unter anderem über das Erkennen von Cybermobbing und Cyber-Grooming, mögliche psychische Folgen sowie Warnsignale bei Kindern und Jugendlichen. Zudem geht es um konkrete Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige sowie um Möglichkeiten der Prävention im familiären und schulischen Umfeld.
Anschließend richtet sich ab 19 Uhr der Blick auf die politische Ebene. Nadja Zaya, Mitglied im Präsidium der FDP und Rechtsreferendarin am Oberlandesgericht Braunschweig, wird sich mit den Herausforderungen für Familien und Schulen beschäftigen. Thema sind außerdem bereits bestehende Maßnahmen von Politik und Bildungseinrichtungen sowie weiterer Handlungsbedarf beim Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum. Zaya wird digital zugeschaltet und steht anschließend für Fragen zur Verfügung.
Den dritten Schwerpunkt übernimmt ab 19.55 Uhr der freie Journalist Stefan Laurin. Er beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen und medialen Mechanismen hinter digitalen Konflikten. Dabei geht es unter anderem um die Frage, warum Auseinandersetzungen im Internet häufig schnell eskalieren, welche Rolle soziale Netzwerke, Reichweite und Gruppendynamiken spielen und welche Folgen die Verbreitung von Screenshots und Videos haben kann. Auch die Rolle von Medien und Journalismus sowie konkrete Fallbeispiele sollen thematisiert werden.
Der Abend ist in mehrere Vortrags- und Gesprächsphasen gegliedert. Nach den jeweiligen Beiträgen besteht Gelegenheit für Fragen und persönlichen Austausch mit den Referenten. Ziel ist es, konkrete Antworten auf Fragen zu geben, die sich Eltern und andere Bezugspersonen im Alltag stellen: Woran lässt sich erkennen, dass ein Kind betroffen sein könnte? Was ist im konkreten Fall zu tun? Wo gibt es Hilfe, und wie lässt sich digitaler Gewalt vorbeugen?