Elten: „Drususgeister“ gesucht
Ehrenamtler für Sehenswürdigkeit gesucht
ELTEN. Sobald die Sonne die Frühlingsluft erwärmt, ist Hochelten Ziel vieler Spaziergänger und Ausflügler. Dann steht auch ein Besuch am historischen Drususbrunnen auf dem Programm. In der Saison von April bis Oktober hat der Drususbrunnen auf dem Eltenberg sonntags und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
Der Brunnen hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Mit einer Tiefe von 57 Metern versorgte er schon das im Jahr 967 vom Grafen Wichmann in seiner Burg eingerichtete Damenstift mit Wasser und bis 1931 auch die Bevölkerung auf dem Eltenberg. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er vorübergehend noch einmal zur Wasserversorgung der Hocheltener Bevölkerung genutzt. Der Wasserspiegel liegt bei 21,5 Meter über dem Meeresspiegel. 1996 wurde er als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.
Rene van Lier, Theo Halma, Melanie Deis und Birga de Graaff sind ehrenamtliche „Drususgeister“ und wünschen sich nun Unterstützung: „Es macht einfach Spaß, die Besucher über die Funktionsweise und Geschichte des Brunnens zu informieren. Das Highlight ist sicherlich der Wurf des Wassers in die Tiefe, wenn es nach acht Sekunden und 57 Metern auf die Wasseroberfläche trifft!“ Darüber sind sich die momentanen Drususgeister einig.
Wer also Lust hat, sich ehrenamtlich zu betätigen und etwa einmal im Monat den Brunnen von 13 bis 17 Uhr für Gäste zu öffnen, meldet sich in der Tourist Information auf dem Eltenberg, Telefon 02828/3139680, und per E-Mail an Tourismus-Elten@wfg-emmerich.de.