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Mit einer Postkartenausstellung bescherten Ursula Hüsch (mitte) und Sarah badouroui vielen tolle Erinnerungen. Hermann Terboven war dabei eine gute Unterstützung. Foto: JK
30. September 2024 · Jacqueline Kurschatke · Alpen

Eine Reise durch die Zeit

Sechs Wochen zeigte eine Postkartenausstellung in Alpen 100 Jahre Geschichte

ALPEN. Erst im Sommer feierte die Gemeinde Alpen ihr 950-jähriges Gemeindejubiläum. Aus gegebenem Anlass wurden die vergangenen 100 Jahre dafür noch einmal ganz besonders hervorgehoben. 150 Postkarten gaben während einer sechswöchigen Ausstellung, verteilt auf vier Standorte einen Einblick in die Stadtgeschichte. Nun sind die Ansichtskarten wieder verstaut und die Veranstalter ziehen Bilanz.

Viele Besucher wollten sie sehen: die Sammlerstücke aus dem privaten Fundus der Stadtarchivarin Ursula Hüsch. Aufgeteilt auf das Seniorenheim Marienstift, das Rathaus sowie die Filialen der Sparkasse und Volksbank waren die alten Karten zu besichtigen. „Wir wollten, dass jeder die Möglichkeit hat, die Karten zu sehen. Durch die verschiedenen Standorte war es den Besuchern möglich, die Ausstellung auch spontan zu besichtigen. Viele schauten sich die Ausstellung zum Beispiel während der Wartezeiten im Rathaus oder in der Bank an“, sagt Hüsch. Ihre gesammelten Postkarten auszustellen war für sie eine Methode, Menschen zusammen zu bringen, wie sie selbst sagt: „Ich habe so viele schöne Ansichten und wollte diese aufleben lassen, in dem ich mit ihnen Erinnerungen schaffe. Durch die gemeinsamen Erinnerungen kamen viele Menschen auch mit uns oder untereinander ins Gespräch. Es sollte sich wieder mehr Liebe zur Heimatliebe entwickeln.“

Auch Neubürger sollten durch die Karten die Möglichkeit haben, die Gemeinde Alpen von einer anderen längst vergangenen Seite zu sehen. Sarah Boudaroui ist seit Juli Mitarbeiterin im Stadtarchiv und betont, „es war ein schöner geschichtlicher Einstieg in die Geschichte der Gemeinde. Ich komme aus Sevelen und kenne Alpen auch nur so, wie es jetzt ist.“ Gemeinsam liefen sie und Ursula Hüsch in der Vorbereitung auf die Ausstellung einige Orte auch noch einmal ab und verglichen sie mit den Bildern von früher. Wie viele Besucher die Ausstellung genau anzog, wissen die Veranstalter nicht. Fest steht: Sie hatte seinen Zweck erfüllt.

„Es haben sich nachträglich auch noch Menschen gemeldet, die es nicht geschafft haben, die Ausstellung zu besichtigen, oder die uns durch die Bilder ihre eigene Geschichte erzählt haben“, berichtet Badouroui. Teilweise seien Besucher auch extra aus anderen Gemeinden und Städten nach Alpen gekommen, um die Postkarten zu besichtigen.

Das brachte Hüsch und ihr Team nun auf eine Idee: weitere Ausstellungen über die anderen Ortsteile von Alpen. Hier ist das Archiv auf Mithilfe der Bürger angewiesen. Engagierte die zu Hause noch alte Fotos ihrer Gemeinde haben, können die Fotos im Archiv abgeben. Dort werden sie eingescannt und können anschließend wieder mitgenommen werden. „Wir brauchen nur eine digitale Kopie“, sagt Hüsch.

Zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses stehen Ursula Hüsch und Sarah Badouroui allen Interessierten bei Rückfragen zur Verfügung. Das gilt auch bei vereinzelten Anfragen die Postkarten aus Hüschs Sammlung noch einmal anzusehen. Alternativ ist ein Gespräch unter Telefon 02802/912140 möglich.

Im Serniorenheim Marienstift können sich die Bewohner und ihre Angehörigen auch noch lange an den Postkarten erfreuen. Hier gibt es nun eine „Schatztruhe“, in der Kopien der Karten, aufbewahrt werden.

Mit einer Postkartenausstellung bescherten Ursula Hüsch (mitte) und Sarah badouroui vielen tolle Erinnerungen. Hermann Terboven war dabei eine gute Unterstützung. Foto: JK

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