Eindhoven – wo Licht auf Design trifft
Modern, dynamisch und und lebendig präsentiert sich die Stadt im Süden der Niederlande, die sich von einer Industriestadt zu einem internationalen Hotspot entwickelt hat
NIEDERLANDE. Eindhoven trägt den Beinamen „Stadt des Lichts“ nicht ohne Grund. In der modernen und lebendigen Metropole im Süden der Niederlande ist der Elektronikkonzern Philips zu Hause – und hier wurden einst sämtliche Philips-Glühbirnen produziert. Diese enge Verbindung von Licht, Technik und Kreativität prägt Eindhoven bis heute und ist an vielen Orten der Stadt eindrucksvoll erlebbar.
Wer abends durch Eindhoven spaziert, taucht in eine besondere Atmosphäre ein. Zahlreiche Lichtinstallationen setzen Gebäude, Plätze und Straßen kunstvoll in Szene und machen die Stadt selbst nach Einbruch der Dunkelheit zu einem Erlebnis. Licht ist hier nicht nur funktional, sondern gestalterisches Element – mal dezent, mal spektakulär, oft überraschend.
Doch auch tagsüber entfaltet Eindhoven seinen ganz eigenen Reiz. Unzählige bunte Streetart-Kunstwerke prägen das Stadtbild und verleihen vielen Vierteln einen urbanen, kreativen Charakter. Hinzu kommen architektonisch außergewöhnliche, teils futuristisch anmutende Gebäude, die Eindhoven unverwechselbar machen.
Dutch Design
Eindhoven gilt als Hauptstadt des Dutch Design – und diesem Ruf wird die Stadt mehr als gerecht. Kunst-, Shopping- und Designliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. In Stadtteilen wie Strijp-S, einem ehemaligen Industrieareal von Philips, haben sich heute Designstudios, Galerien, Concept Stores und Cafés angesiedelt.
Wer tiefer in die Kunstszene eintauchen möchte, findet mit dem renommierten Van Abbemuseum (https://vanabbemuseum.nl) eines der bedeutendsten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst in Europa. Einen weiteren kulturellen Abstecher lohnt das Van Gogh Village Nuenen, nur wenige Kilometer von Eindhoven entfernt. Denn auch das gehört zur Region: Der weltberühmte Maler Vincent Van Gogh wurde hier in Brabant geboren und verbrachte prägende Jahre seines Lebens in Nuenen.
Philips Museum
Ein zentraler Ort, um die Geschichte Eindhovens als Lichtstadt zu verstehen, ist das Philips Museum im Herzen der Stadt (https://www.philips.de). Hier erfährt man spannende Fakten über die Firmengründung durch Gerard Philips im Jahr 1891 und den beeindruckenden Innovationsgeist der damaligen Erfinder. Die Ausstellung verbindet zahlreiche historische Exponate mit modernen Themen und zeigt eindrucksvoll, wie sich Philips vom kleinen Glühlampenhersteller zu einem großen und weltweit führenden Konzern entwickelt hat. Der Kontrast zwischen Vergangenheit und Zukunft macht den Museumsbesuch besonders reizvoll. Mit der Eintrittskarte erhalten die Besucher eine kostenlose Audiotour, die auch auf Deutsch verfügbar ist. Auch für einen Besuch mit Kindern eignet sich das Museum; interaktive Erlebnisse wie die Lampen-Schnitzeljagd und das „Mission Eureka“-iPad-Spiel machen die Geschichte erlebbar.
Nächtigen im Lichtturm
Ein weiteres markantes Gebäude, das ein wichtiges Kapitel der Philips-Geschichte erzählt, ist der Lichtturm „De Lichttoren“, der 1909 erbaut wurde. In diesem früheren Turm des Konzerns wurden einst alle Glühbirnen getestet, bevor sie in den Verkauf gingen. Da in den Fenstern dort oben stets Licht zu sehen war, erhielt der Turm seinen Namen – und wurde zum Symbol für die Stadt Eindhoven. Heute beherbegt der historische Lichtturm das WestCord Hotel Eindhoven (https://westcordhotels.de). In ausgezeichneter Lage, direkt im Stadtzentrum und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt, bietet das Hotel geräumige, komfortable Zimmer und Suiten, die individuell und luxeriös gestaltet sind. Die Hotelzimmer sind in drei Gebäuden untergebracht: im Mathilde-Turm, im historischen Lichtturm und im Lichtplein, wo auch ein Spa- und Fitnessbereich zu finden ist. Echte Highlights sind die Loftzimmer im Turm mit ihren über vier Meter hohen Decken und der freiliegenden Betonkonstruktion der ehemaligen Fabrik, sowie die Spa-Zimmer mit ihren großen Whirlpool-Badewannen. Auch die modern gestaltete Lobby und die Bar & Brasserie „Lumen“ knüpfen an die Vergangenheit der Gebäude an: „Lumen“ steht für Lichtstrom und findet seinen Ausdruck in der eindrucksvollen Deckenleuchte im Gatsby-Stil, in der zahlreiche Glühbirnen funkelnd erstrahlen. An der großen runden Bar lassen sich Cocktails und kleine Snacks genießen, gemütliche Lounge-Sessel laden zum Verweilen ein und der Küchenchef und sein Team vereinen in der Brasserie kulinarische Klassiker aus unterschiedlichen Ländern zu einer modernen Küche. Wer im WestCord-Hotel Eindhoven logiert, kann das Auto für seinen Aufenthalt in der hauseigenen Garage stehen lassen - das Hotel liegt direkt am Fuß der Haupteinkaufsstraße und nahe des Philips-Stadions, der Heimat des Fußballvereins PSV Eindhoven.
Glow-Festival
Früh buchen sollte man ein Hotelzimmer, wenn man Eindhoven zum Glow-Festival besuchen möchte (https://gloweindhoven.nl). Jedes Jahr im November wird die Stadt zur Bühne, wenn internationale Künstler Fassaden, Parks und Straßen mit spektakulären Lichtinstallationen verwandeln. Ein etwa fünf Kilometer langer Rundgang durch die Innenstadt führt an über 30 Lichtkunstwerken vorbei, rund zwei Stunden sollte man für die Tour einplanen. Viele Werke sind interaktiv gestaltet - die Besucher können Teil der Lichtkunst werden, indem sie Installationen auslösen, steuern oder mitgestalten. In diesem Jahr findet Glow vom 7. bis 14. November statt, täglich ab 18.30 Uhr bei freiem Eintritt.
Auf Vincents Wegen
Das Thema Licht ist auch zentral im Werk von Vincent van Gogh, der zwischen 1883 und 1885 in Nuenen lebte, nur wenige Kilometer von Eindhoven entfernt. Fast ein Viertel seines Gesamtwerks entstand hier. Über das Leben und Wirken des Malers informiert das Van Gogh Village Museum in Nuenen (https://www.vangoghvillagenuenen.nl/de). Die Besucher lernen den Menschen hinter Van Gogh kennen und verfolgen seine Entwicklung zum weltberühmten Maler. Im speziell eingerichteten „Vincents Lightlab“ entdecken sie die verblüffende Wirkung von Licht und Farbe - genau wie Van Gogh zu seiner Zeit. Vincents Wege können aber auch auf verschiedenen Wander- und Radrouten rund um Nuenen und Eindhoven erlebt werden. Am Museum startet die Van Gogh-Route, ein Spaziergang, der zu über 20 Schauplätzen führt, die im direkten Zusammenhang mit Van Gogh stehen, zum Beispiel die St. Clemens-Kirche, die Pappelallee Broekdijk und die berühmten Wassermühlen.
Wandern und Radeln
Nicht verpassen sollte man eine Radtour auf dem Van Gogh-Roosegaarde Radweg, der von dem Künstler und Designer Daan Roosegaarde gestaltet wurde. Inspiriert von Van Goghs Meisterwerk „Sternennacht“ verarbeitete er leuchtende Steine in den Asphalt. Die Besucher werden in der Dämmerung von einem Entwurf aus Licht und Farbe überrascht- ein magisches Erlebnis. Der Roosegaarde Radweg ist der Teil des offiziellen Van Gogh-Radweges, der über 49 Kilometer durch einen typische brabantische Landschaft mit Dörfern, Feldern und Alleen un zu vielen Orten führt, in denen der Künstler gelebt, gearbeitet und sein Meisterwerk „Die Kartoffelesser“ geschaffen hat.
Alle Wander- und Radrouten sind in der Broschüre „Auf Vincents Wegen“ aufgeführt, dieunter anderem im Van Gogh Village Museum erhältlich ist.
Viele weitere Tipps für einen Besuch in Eindhoven und die nähere Umgebung sind auf https://www.visitbrabant.com/de finden.
Das WestCord Hotel Eindhoven befindet sich mitten in der Stadt und bietet unter anderem exklusive Zimmer im monumentalen Philips Lichtturm.NN-Fotos: Andrea Kempkens
Das Philips-Museum in Eindhoven bietet den Besuchern eine Reise durch die Zeit.
Der wohl bekannteste Einwohner Brabants ist Vincent van Gogh.
Weitere Links
Jedes Jahr im November beeindruckt das Glow-Festival die Besucher. Es gilt als das größte Lichtkunstfestival der Niederlande.