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Elvira Reiche ist bereits seit 20 Jahren mit Spaß dabei. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
20. Dezember 2024 · Thomas Langer · Niederrhein

Ein Zubrot mit Fitnessfaktor

Ein Job als Zusteller bei den Niederrhein Nachrichten vereint viele Vorteile in sich

NIEDERRHEIN. Es wird nicht leichter: Überall steigen die Preise und ein jeder muss schauen, wie er mit den daraus folgenden Herausforderungen umgeht. Wer sich nach einem kleinen Zubrot umschaut, sollte einen der Klassiker schlechthin nicht vergessen: Zeitungen austragen. Dass das längst nicht nur ein Job für die Jugend ist, beweisen viele der rund 1.000 NN-Zusteller: zu Fuß, mit dem Rad oder dem PKW.

Einige Vorteile liegen auf der Hand: Mit einer denkbar niedrigen Einstiegshürde können sich Jugendliche ein Taschengeld dazuverdienen, während die Erwachsenen und besonders Senioren die Möglichkeit haben, die steigenden Lebenserhaltungskosten abzufedern – und sich damit noch ganz nebenbei fitzuhalten. Sinnstiftend ist die Arbeit obendrein, was vielen vielleicht gar nicht bewusst ist: Wer Zeitungen verteilt, leistet einen unverzichtbaren Beitrag dazu, die Menschen über das lokale Geschehen zu informieren: Dafür machen sich bei den NN wöchentlich rund 300.000 Zeitungen auf den Weg.

Kein bisschen müde

Schon 20 Jahre dabei ist die 73-jährige Elvira Reiche aus Kranenburg-Schottheide. Sie fand über Umwege zu den NN: „Meine Kinder waren groß, also habe ich wieder angefangen zu arbeiten.“ Den Wiedereinstieg vollzogen hatte die gelernte Stenokontoristin zunächst in Vollzeit in der Produktion einer Emmericher Firma. Als schließlich ihr Vater starb, nahm sie ihre kranke Mutter zu sich nach Schottheide. „Ich habe sie hier zehn Jahre gepflegt. Aber ich musste zwischendurch mal an die frische Luft“, sagt Reiche. Also fing sie als Zeitungszustellerin an, bis bald darauf im Jahr 2004 auch ihre Mutter verstarb. Eigentlich wollte die damals 54-Jährige daraufhin wieder eine Vollzeitstelle antreten, „aber es war alles besetzt. Ich habe dann zwar viele Putzstellen gehabt, aber immer auch die Zeitung ausgetragen.“ Diese Arbeit gab sie auch während ihrer Krebserkrankung nicht auf – eine schwere Zeit, in der sie aber auf die Unterstützung ihres Mannes zählen konnte. „Als ich vier Wochen im Krankenhaus lag, hat er so lange meine Arbeit übernommen“, erzählt Elvira Reiche.

„Später habe ich eine Zeit lang die Zeitung zu Fuß ausgetragen, weil ich kein Fahrrad fahren konnte. Jetzt ist es umgekehrt“, sagt sie mit einem herzlichen Lachen. „Das ist wunderbar. Ich mache den Job so lange, bis ich vom Fahrrad falle.“ Nur einmal habe sie überlegt, zu kündigen: Als man ihr nach dem Tod ihres Mannes in 2022 wegen des Nebenjobs von den anstehenden Abzügen ihrer Witwenrente erzählte. „Aber dann habe ich mir überlegt: Die Gartenarbeit ist gut, aber du bist jetzt allein. So treffe ich Leute, kann mich austauschen und komme an die frische Luft. Das ist doch wunderbar!“ Zumal ihre Kinder, die nebenan wohnen, auch nicht immer vorbeischauen könnten.

Auch wenn es ein paar Ausnahmen gebe, seien die meisten Begegnungen von Freundlichkeit und Wertschätzung geprägt, was Elvira Reiche wieder besonders jetzt in der Adventszeit erlebt: „Ich habe liebevoll eingepackte Plätzchen und bis jetzt sogar schon 100 Euro bekommen. Das ist so schön, allein diese Wertschätzung. Dafür möchte ich mich bei den Schottheidern herzlich bedanken.“

Sie hat aber noch mehr Beispiele für die vielen schönen Begegnungen und Gesten: Einmal habe ihr zum Beispiel ein Anwohner eine Holzkiste gebaut, in der die Spediteure bei ihr Zuhause nun die zu verteilenden Zeitungen unterbringen können. „Jetzt müssen sie sie nicht mehr mit Folie abdecken. Die Kiste ist richtig toll, dafür bin ich sehr dankbar!“ Einen Dank möchte sie auch Ortsvorsteher Thorsten Tönisen aussprechen: Als dessen Tochter ein neues Fahrrad bekam, schenkte er ihr das alte für ihre Touren. „Ein schön geschmücktes Gazelle-Rad, da war nichts dran“, erzählt Reiche. „Ich war sprachlos.“

Geht es um ihre eigentliche Arbeit, hat Elvira Reiche einige Vorteile für sich entdeckt. Ein Besonderer, gerade für sie als Rentnerin mit spezieller Krankheitsgeschichte: die freie Zeiteinteilung ohne die drängenden Blicke eines Chefs. Auf Wunsch später loslegen zu können, sei auch bei wetterbedingten Widrigkeiten wie Regen oder Glatteis sehr hilfreich. „Oder falls mal überraschend Besuch kommt. Dafür haben die Leute Verständnis“, sagt sie.

Während Reiche ihre Tour im Winter meist um 9 Uhr beginnt, startet sie im Sommer für gewöhnlich bereits um 6 Uhr. „Es macht richtig Spaß, wenn dann schönes Wetter ist und die Sonne aufgeht.“ Das ist es auch, was ihr an ihrer Arbeit – neben dem Kontakt zu ihren Mitmenschen – am besten gefällt: In der Natur und an der frischen Luft zu sein. Das halte fit: „Andere zahlen für das Fitnessstudio. Ich habe mein eigenes und bekomme sogar noch Geld dafür“, sagt sie und lacht. „Das Fahrradfahren tut mir im Alter gut.“ Außerdem sei da dieses Gefühl, etwas geleistet zu haben: „Dann bin ich zufrieden. Sonst hätte ich ja keine Ziele mehr.“

Da stören sie auch die ein oder anderen Skeptiker nicht. „Die meisten sind zwar nicht so, aber manche Menschen denken, dass ich arm dran wäre, jetzt noch in meinem Alter Zeitungen zu verteilen. Aber ich mache weiter und fühle mich wohl dabei. Geld ist nicht alles.“ Sie ist sich sicher: „Würde ich aufhören, ging es mir sicherlich schlechter.“

Viele Benefits

Aber was sagt der Arbeitgeber, worauf es beim Austeilen ankommt? Heike Haupt, Vertriebsleiterin bei NN-Logistik, sagt: „Man muss eigentlich nur gut zu Fuß und gerne an der frischen Luft sein – und natürlich Spaß an Bewegung haben.“ Kann man dahinter einen Haken setzen, bietet der Job bei den NN viele Benefits. Für Schüler zum Beispiel fängt das mit einem kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs an, „sehr nützlich, wenn man den Führerschein macht“, sagt Haupt. „Diese Möglichkeit nehmen unsere jüngeren Zusteller gerne in Anspruch.“ Nützlich für spätere Bewerbungen ist außerdem das Arbeitszeugnis. Schön für alle Altersgruppen sind wiederum die Vergünstigungen, die für Events wie Musicals winken. Und wer einmal selbst eine Anzeige aufgeben möchte, kann das einmal im Jahr kostenlos tun: maximal vier Zeilen an einem Mittwoch und Samstag.

Bei der Arbeit selbst ist nicht nur der wohnortnahe Einsatz ein großer Vorteil, Heike Haupt bekräftigt auch Elvira Reiches Hinweis auf die freie Zeiteinteilung: „Mittwochs müssen die Zeitungen bis 18 Uhr verteilt werden, samstags bis 16 Uhr. Ob man es morgens oder mittags erledigt, bleibt den Zustellern überlassen.“ Die zu verteilenden Zeitungen bekommen die Zusteller von den Spediteuren direkt an die eigene Haustür geliefert. Von hier aus kann es dann direkt mit dem von den NN gestellten Wagen losgehen.

Sollte es doch einmal Probleme geben, besteht immer der direkte Draht zu den jeweiligen Gebietsleitern. „Sie haben immer ein offenes Ohr“, verspricht Heike Haupt. Wer möchte, kann außerdem die Zusteller-App der NN verwenden. Hinweise zur Zustellung, Chat-Möglichkeiten mit dem Gebietsleiter, die Lohnabrechnung, der Verteilplan und einiges mehr stecken somit immer in der Hosentasche. Wer es lieber oldschool mag, kann sich aber auch auf das bewährte Papier verlassen.

Da es sich um einen Minijob handelt, liegt die Verdienstgrenze derzeit bei 538 Euro – steigt jedoch schon im Januar auf 556 Euro. Wer sich für einen Posten als Zusteller bei den Niederrhein Nachrichten interessiert, kann sich unter nn-logistik.de weiter informieren und direkt das Bewerbungsformular ausfüllen. Die NN-Logistik freut sich auf neue Teammitglieder – vom Jugendlichen bis zur Seniorin.

Über den QR-Code geht es zur Homepage der NN-Logistik.

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Elvira Reiche ist bereits seit 20 Jahren mit Spaß dabei. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

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