Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Rüdiger Kunst, Marcel Schulz, Michael Hartjes, Bürgermeister Thomas Ahls und Steffen Woche (v.l.) freuen sich auf die Premiere. NN-Foto: SP
29. Mai 2024 · Sabrina Peters · Alpen

Ein Tag für alle Notfallhelfer

Beim „Blaulichttag“ präsentieren sich am nächsten Samstag in Alpen Ehrenamtler im Katastrophenschutz

ALPEN. Sie sind immer da, wenn Menschen in Not sind und arbeiten dabei oft Hand in Hand zusammen. In Alpen wird ihnen am nächsten Samstag, 8. Juni, nun ein ganzer Tag gewidmet. Unter dem Motto „Ehrenamt im Katastrophenschutz – Wir für Euch vor Ort“ lädt die Freiwillige Feuerwehr Alpen und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Alpen zum ersten „Blaulichttag“ am Feuerwehrgerätehaus in Alpen, Von-Dornik-Straße 1, ein. Von 11 bis 17 Uhr bekommen Besucher Einblicke in die Arbeit der Hilfsorganisationen und sogar der Kreispolizeibehörde Wesel. Außerdem können sie die Lebensretter hautnah kennenlernen.

Die Idee zum „Blaulichttag“ entstand im Rahmen des 950-jährigen Alpener Gemeinde-Jubiläums. „Bevor jeder Ortsverein etwas Eigenes macht, haben wir gedacht, dass wir doch auch etwas Großes gemeinsam machen können“, sagt Rüdiger Kunst, Vorsitzender vom DRK Alpen. Gemeinsam mit Michael Hartjes, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Alpen, entwickelte Kunst die Idee weiter und der „Blaulichttag“ war geboren. „Uns ist es wichtig, den Menschen in der Gemeinde zu zeigen, wer im Fall der Fälle hilft und unterstützt – das geht natürlich am besten im Rahmen einer Veranstaltung vor Ort“, so Kunst weiter.

Alpens Bürgermeister Thomas Ahls mussten die beiden nicht lange für den „Blaulichttag“ begeistern. „Wir sind in der Gemeinde Alpen mit den Hilfsorganisationen sehr gut aufgestellt. Dieses Format schafft eine Austauschplattform für Ehrenamtliche sowie Bürgerinnen und Bürger“, meint der Schirmherr der Veranstaltung, die im Rahmen der 950-Jahr-Feier von Alpen stattfindet.

Der Blaulichttag in Alpen soll die Leistungsfähigkeit für die Menschen vor Ort darstellen. Ein wichtiger Teil dessen ist auch die Kreispolizeibehörde Wesel. Als wichtige Säule der Zusammenarbeit in Alpen wird auch sie am 9. Juni vertreten sein. Mit dem so genannten Einsatzleitwagen 2 (ELW 2), einer mobilen Leitstelle, präsentieren die Menschen hinter der 112 im Kreis Wesel ihre Arbeit. Besonders freuen sich die Alpener Helfer über den zugesagten Besuch von Ingo Brohl. Er ist als Landrat des Kreises Wesel für den gesamten Katastrophenschutz und die Gefahrenabwehr im Kreis Wesel zuständig. Nach der Begrüßung um 12 Uhr wird Brohl auch auf der Bühne ein Interview zu diesen Themen geben und danach noch für einen kleinen Austausch mit den Bürgern zur Verfügung stehen.

Doch die Organisatoren haben für den ersten Alpener „Blaulichttag“ noch viel mehr geplant. So werden die Wasserrettung und eine Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor Ort ihre Tätigkeitsfelder zeigen. Auch die Notfallseelsorge / Psychosoziale Notfallversorgung von Einsatzkräften wird zugegen sein. „Ihre Arbeit ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden“, weiß Kunst. Deshalb sei es auch schön, dass sie am 9. Juni Einblicke in ihre Arbeit geben können. Ebenfalls mit dabei sein wird zudem die Rettungshundestaffel des DRK sein.

Sowohl die Freiwillige Feuerwehr als auch das Deutsche Rote Kreuz verfügen über eigene Jugendorganisationen. „Das Jugendrotkreuz und die Jugendfeuerwehr werden beide vor Ort gemeinsam ihr Können unter Beweis stellen“, sagt Hartjes – und das nicht ganz ohne Grund: „Wir sind auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen und engagierte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger angewiesen. Vielleicht finden sich nach dem ,Blaulichttag‘ neue interessierte Mitglieder für unsere Organisationen.“ Das Jugendrotkreuz werde etwa um 15 Uhr eine Übung zeigen. Für 13.30 Uhr ist zudem die Präsentation einer allgemeinen gemeinsamen Übung vorgesehen.

Zwischen 11 und 17 Uhr wird es aber immer etwas Spannendes zu sehen geben: Neben den aktuellen Einsatzfahrzeugen werden etwa auch historische Fahrzeuge des DRK und der Feuerwehr zu sehen sein. Die Polizei gewährt zudem Einblicke in einen Streifenwagen und wird unter anderem auch ihre Ausrüstung präsentieren. Zudem können sich Interessierte über die Ausbildung und Aufnahmeprüfung bei der Polizei informieren. Unterstützung erhält die Kreispolizeibehörde Wesel zudem von ihren Nachbarn aus Kleve, die mit ihrer Verkehrsunfallaufnahmeeinheit, die auch für den Kreis Wesel zuständig ist, zu Besuch sein wird. Sie zeigen, wie Unfälle mit 3D-Scannern Drohnen aufgenommen werden. Darüber hinaus können Besucher ihr Fahrrad von der Kreispolizei Wesel codieren lassen. Alles, was sie dafür mitbringen müssen, ist ein Besitznachweis, zum Beispiel in Form eines Kaufbelegs.

Sabrina Peters

Der Blaulichttag

Der Blaulichttag am Feuerwehrgerätehaus in Alpen, Von-Dornik-Straße 1, öffnet am Samstag, 8. Juni, um 11 Uhr. Bis 17 Uhr können sich Besucher an den vielfältigen Informationsständen über die ehrenamtliche Arbeit der Einsatzkräfte informieren. Eine Anreise ist mit dem Auto, dem Zug oder zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad möglich. Parkflächen stellt Norgren zur Verfügung. Da die Von-Dornik-Straße mitbespielt wird, wird es allerdings zu Einschränkungen im PKW-Verkehr zwischen der Burgstraße und dem Mäckler Weg geben.

Rüdiger Kunst, Marcel Schulz, Michael Hartjes, Bürgermeister Thomas Ahls und Steffen Woche (v.l.) freuen sich auf die Premiere. NN-Foto: SP

weitere Artikel