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Zur Wiedereröffnung gab es am Donnerstag einen feierlichen Empfang im Innenhof der Burg. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
4. April 2025 Von NN-Online · Kleve

Ein Stück Klever Geschichte wieder erlebbar

Der Schwanenturm öffnet nach fast vier Jahren Schließung wieder für Besucher

KLEVE. Nach fast vierjähriger Schließung ist es soweit: Der Schwanenturm, stolzes Wahrzeichen der Stadt Kleve und Herzstück der historischen Schwanenburg, wird ab dem morgigen Samstag wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Ein wichtiger Meilenstein, der durch intensive Zusammenarbeit und Investitionen in die Sicherheit des Gebäudes erreicht wurde.

Im Juni 2021 musste das beliebte Ausflugsziel seine Pforten für Besucher schließen. Grund waren nicht mehr zeitgemäße Brandschutzvorkehrungen, die bei einer Prüfung durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) festgestellt wurden. Die Schließung des Turms, der neben dem geologischen Museum und fünf Aussichtsplattformen auch Teile des Land- und Amtsgerichts Kleve beherbergt, bedeutete einen spürbaren Verlust für die Stadt und ihre zahlreichen Gäste. In den vergangenen Jahren haben der BLB NRW, das Landgericht Kleve und der Klevische Verein für Kultur und Geschichte / Freunde der Schwanenburg Hand in Hand gearbeitet, um Lösungen zu finden. Nach umfangreichen Planungen und Sanierungsmaßnahmen im Bereich Brandschutz und Sicherheitstechnik erfüllt der Schwanenturm nun wieder alle notwendigen Anforderungen für einen sicheren Besucherverkehr.

Die erfolgreiche Sanierung ermöglicht es, dass Bürger sowie Touristen ab April wieder die Stufen des historischen Turms erklimmen, das geologische Museum besuchen und den einzigartigen Panoramablick über das Kleverland genießen können. Der Turm wird allerdings nicht mehr täglich geöffnet sein, sondern samstags, sonntags und an den Feiertagen zwischen Karfreitag und 1. November jeweils von 11 bis 17 Uhr. „Ich freue mich, dass wir den Schwanenturm als für Stadt und Region identitätsstiftenden Ort wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen können und die Heimat des Klevischen Vereins erhalten konnten“, sagt BLB NRW-Geschäftsführer Dirk Behle. Die wichtigste Maßnahme zur brandschutztechnischen Ertüchtigung war der Einbau einer Fluchttreppe als weiterer Rettungsweg. Zusätzlich hat der BLB NRW verschiedene Arbeiten durchgeführt, die ohne größere bauliche Eingriffe die Energieeffizienz des Schwanenturms verbessern. „Dadurch haben wir zugleich die Betriebskosten für den Klevischen Verein gesenkt“, erläutert Till Neschen, Leiter der zuständigen BLB NRW-Niederlassung Duisburg.

Die Wiedereröffnung des Schwanenturms ist nicht nur die Rückkehr eines beliebten Ausflugsziels, sondern auch die Sicherung eines bedeutenden Teils der Klever Identität und Geschichte für zukünftige Generationen, die ohne das ehrenamtliche Engagement des Vereins nicht denkbar wäre. Darüber hinaus hat auch der Klevische Verein hohe Investitionen in die Sicherheitstechnik und Renovierung getätigt.

Der Schwanenturm ist Teil der Schwanenburg und gilt als das Wahrzeichen der Stadt Kleve. Er beherbergt ein geologisches Museum und bietet auf seinen fünf Turmetagen einen weiten Blick über die Region. Vor seiner Schließung zog er jährlich tausende Besucher an. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, Kinder und Studenten zahlen einen Euro, für Familien und Gruppen ab fünf Personen gibt es Ermäßigungen.

Wiltrud Schnütgen freut sich, bald wieder Führungen inklusive Turm durchführen zu können. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Wiltrud Schnütgen freut sich, bald wieder Führungen inklusive Turm durchführen zu können. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Zur Wiedereröffnung gab es am Donnerstag einen feierlichen Empfang im Innenhof der Burg. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

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